Reemtsma-Entführer beschuldigt Bruder

14. Februar 2016 - 10:54 Uhr

Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach glaubt, dass sein Bruder ihn ins Gefängnis gebracht hat. "Ich wäre nicht geschnappt worden", sagte Drach in seinem neuerlichen Prozess vor dem Hamburger Landgericht. "Hätten die nicht gequatscht, wäre ich jetzt noch in Uruguay", sagte er über seinen Bruder und einen anderen Bekannten, der auch einen Teil des Reemtsma-Lösegeldes gewaschen haben soll. Deshalb schulde ihm sein Bruder Geld. "Ich verlange 15 Millionen Euro Schmerzensgeld für die 14 Jahre Gefängnis und 15 Millionen Euro Verdienstausfall", sagte der Angeklagte.

Der 51-Jährige ist wegen versuchter räuberischer Erpressung angeklagt. Er soll aus der Haft heraus versucht haben, einen Freund zur Erpressung seines Bruders anzustiften. Drach sagte dazu, was zwischen seinem Bruder und ihm passiere, gehe niemanden etwas an. "Selbst wenn wir uns mit Panzern beschießen, geht Sie das nichts an", sagte er zu der Vorsitzenden Richterin Ulrike Taeubner.