Red Bull im Werben um Vettel gelassen

Obwohl Ferrari weiter um die Dienste von Sebastian Vettel buhlt, bleibt Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz (rechts im Bild) gelassen.
© Getty Images, Bongarts

19. Juli 2012 - 14:18 Uhr

Sebastian Vettels oberster Chef sieht den öffentlichen Flirt von Ferrari mit seinem zweimaligen Weltmeister gelassen. "Weder stört es uns, noch verwundert es uns, da weder wir noch Sebastian Vettel von dieser Koketterie wissen und Ferrari oder auch Fernando Alonso wahrscheinlich auch nicht", sagte Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz.

Die Scuderia hatte zuletzt ihr Interesse an dem 25-Jährigen bekräftigt – was Mateschitz kalt lässt: "Und sollte es eines Tages anders sein, werden wir Sebastian alles Gute und viel Erfolg wünschen", fügte der Österreicher hinzu, für dessen Team Red Bull Vettel seit 2009 fährt.

Seitdem holte Vettel mit dem Rennstall 2010 und 2011 den Fahrer- und den Konstrukteurstitel. Vor dem Großen Preis von Deutschland an diesem Sonntag auf dem Hockenheimring liegt der Titelverteidiger (100 Punkte) auf dem 3. WM-Rang. Spitzenreiter ist Fernando Alonso (129) vor Vettels Teamkollegen Mark Webber (116).

Ferrari von Vettels Qualitäten überzeugt

Vettel, dessen Vertrag bei Red Bull bis 2014 läuft, hatte jüngst erneut beteuert, weder etwas unterschrieben noch per Handschlag zugesagt zu haben. Medien hatten zuvor berichtet, dass der Doppelweltmeister eine Klausel besitzt, wonach er die 'Bullen' nach der Saison 2013 verlassen darf.

Ferrari selbst hatte in den vergangenen Wochen derweil mit einem möglichen Vettel-Wechsel in Zukunft immer wieder kokettiert. "Er ist ein Weltmeister, an dem Ferrari in der Zukunft Interesse hat", hatte Teamchef Stefano Domenicali in Kanada gesagt. Der Italiener meinte weiter, dass "sehr gut" nicht ausreichend sei, um Vettels Qualitäten zu beschreiben.