Verstappen und Co. haben nix mehr zu verlieren

Red Bull: Ab jetzt jedes Rennen "wie ein Pokalfinale"

F1 Grand Prix of Austria - Practice
© Getty Images, Bongarts, WTM1

18. September 2020 - 10:26 Uhr

Red Bull will alles riskieren

Dritter in der Fahrer-, Zweiter in der Konstrukteurs-WM – und doch dümpeln Max Verstappen und Red Bull in der Formel 1 im Niemandsland. Nach vorne geht nix, Verstappen hat nach neun Rennen 80 Punkte Rückstand auf F1-Imperator Lewis Hamilton. In der Team-WM liegt Red Bull 152 Zähler hinter Mercedes. Ernsthafte Verfolger haben der Holländer und die "Bullen" auf der anderen Seite aber auch nicht. Für die restlichen Rennen geht Red Bull deshalb "all in".

Horner hofft auf Sotschi-Kerbs

"Was die WM angeht, sind wir ziemliche Außenseiter, für uns ist ab jetzt jedes Rennen wie ein Pokalfinale. Wir werden einfach angreifen, als hätten wir nichts zu verlieren", schrieb Teamchef Christian Horner in seiner Kolumne auf der Red-Bull-Homepage.

Mercedes lege die Messlatte sehr hoch und mache einen "großartigen Job", so der Engländer: "Aber jeder ist schlagbar."

Für den anstehenden Russland-GP in Sotschi erwartet Horner die "Schwarzpfeile" wieder "ziemlich dominant, da ihnen die Strecke liegt". Einen Funken Hoffnung hat der Bullen-Chef aber doch – und der heißt Reifenabbau. Die Haltbarkeit der Walzen sei diese Saison "ein interessanter Faktor", so Horner.

Mercedes sei in Mugello zwar nicht voll gefordert gewesen. "Aber man konnte im Team-Radio hören, wie nervös sie waren und ihre Fahrer angewiesen haben, von den Kerbs wegzubleiben."

Horner: "Es wäre toll, wenn wir in Sotschi konkurrenzfähig sind und sie ein wenig unter Druck setzen. Denn dann können Dinge passieren."