Rechtsradikaler schafft neuen Zwist zwischen Ungarn und Rumänien

14. Februar 2016 - 19:22 Uhr

Radikale Reden eines rechtsextremen ungarischen Politikers bei einem Besuch in Rumänien haben erneut zu Verstimmungen zwischen Bukarest und Budapest geführt. Das Außenministerium in Bukarest forderte die Regierung in Budapest auf, sich von den Äußerungen von Gabor Vona, Vorsitzender der rechtsextremen ungarischen Parlamentspartei Jobbik, zu distanzieren.

Vona hatte gesagt, er wolle "Konflikte mit Rumänien" in Kauf nehmen, um eine Autonomie der in Rumänien lebenden Ungarn zu erwirken. Gute Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern seien keine Priorität, sondern der Schutz "unserer Rasse". Vona äußerte sich bei einem Treffen mit einer Jugendorganisation ethnischer Ungarn in Rumänien. Das rumänische Außenministerium bezeichnete Vonas Äußerungen als "äußerst schwerwiegend". Mehrere Politiker der regierenden Sozialisten verlangten, Vona zur unerwünschten Person in Rumänien zu erklären.