Kräfte wollen EU-Grenzen sichern

Rechtsradikale aus Frankreich und Deutschland sind auf Lesbos

06. März 2020 - 20:43 Uhr

Augenzeugen haben Rechtsradikale beobachtet

Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Augenzeugenberichten Rechtsradikale aus Deutschland und Frankreich eingetroffen. Diese wollten, wie sie sagen, an der Seite der Griechen zur Sicherung der EU-Grenzen gegen illegal einreisende Migranten wirken. Die Lage auf Lesbos und auch an der türkisch-griechischen Grenze spitzt sich zu - wie unsere Reporter im Video berichten.

Polizei von Lesbos sagt nichts dazu

Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Augenzeugenberichten Rechtsradikale aus Deutschland und Frankreich eingetroffen.
Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Augenzeugenberichten Rechtsradikale aus Deutschland und Frankreich eingetroffen.
© RTL

Einige von ihnen - alles Deutsche - seien von Reportern des lokalen Nachrichtenportals "sto nisi" gesichtet und fotografiert worden. Ein unbekannter und mutmaßlich linker Mann habe in der Einkaufsmeile der Inselhauptstadt einen der Deutschen angegriffen und am Kopf verletzt, berichtete das Portal und veröffentlichte Fotos.

Andere griechische Medien berichteten, auch französische Rechtsradikale seien in Griechenland eingetroffen. Die Polizei von Lesbos will sich zunächst nicht dazu äußern, hat aber ihre Präsenz offenbar erhöht.  "Die Polizeipräsenz ist hoch, deutlich höher als in den letzten Tagen", beobachtet RTL-Reporter Stephan Richter.

RTL- Reporter auf Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos prallen Leid, Hilfsbereitschaft, Wut und Gewalt in der Flüchtlingskrise aufeinander. Unser Reporter Stephan Richter ist zur Zeit auf der Insel und berichtet von dort.