Rechtsextremismus in der Bundeswehr

Bundeswehr neue Verdachtsfälle von Rechtsextremismus
Besorgniserregende Zustände in der Bundeswehr
sts jai, dpa, Stefan Sauer

Besorgniserregende Zustände in der Bundeswehr: mehr als 400 rechtsextreme Verdachtsfälle

Die Zahl der rechtsextremen Verdachtsfälle bei der Bundeswehr steigt, laut eines Berichts ermittelt der Militärische Abschirmdienst aktuell in 431 Fällen.

23 neue Fälle seit Anfang des Jahres

Jutta Jelpke die Linke kritisiert Bundesregierung
Jutta Jelpke (Die Linke) fordert die Bundesregierung auf härter gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr vorzugehen.
deutsche presse agentur

Insgesamt ermittelt der Militärische Abschirmdienst derzeit in 431 rechtsextremen Verdachtsfällen, das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf Anfrage der Linken hervor. Innerhalb dieses Jahres sind bereits 23 Fälle neu hinzugekommen. Aus 2017 werden aktuell 289 geprüft, alle weiteren aus Jahren davor.

Null Toleranz für Neonazis und "Reichsbürger"

Die Linke ruft nun verstärkt zum Handeln auf. Antragstellerin Jutta Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, mahnt: "Anstatt die Augen davor zu verschließen, muss die Bundesregierung endlich Maßnahmen ergreifen, die den braunen Sumpf in der Truppe austrocknen." Laut Jelpke müsse null Toleranz für Neonazis und sogenannte "Reichsbürger" in der Bundeswehr herrschen.