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Rechte "Merkel muss weg"-Demo abgesagt

"Merkel muss weg!" Kundgebung in Hamburg
Dennis Augustin, Kreisvorsitzender der AfD Südwest-Mecklenburg, spricht vor Teilnehmern einer Kundgebung. Foto: Markus Scholz/Archiv © deutsche presse agentur

Die vom Hamburger Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Organisatoren der "Merkel muss weg"-Demonstrationen haben eine für Oktober auf dem Gänsemarkt angemeldete Kundgebung abgesagt. Das teilte Innensenator Andy Grote (SPD) am Freitag bei Twitter mit. "Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass das ein Erfolg ist", schrieb er. Die Gruppe war in der vergangenen Woche nach monatelanger Unterbrechung erstmals wieder in Hamburg auf die Straße gegangen - mit knapp 180 Anhängern. Rund 10.000 Menschen hatten sich zum Gegenprotest versammelt und gegen Hass und Hetze demonstriert.

Auf der Facebookseite der "Merkel muss weg"-Gruppe wurde die Demo am 3. Oktober am Freitagnachmittag noch als Veranstaltung geführt. Nach Polizeiangaben war der Termin aber bereits wegen des Tags der Deutschen Einheit auf den 1. Oktober vorverlegt worden. "Dann kam die Absage", sagte eine Sprecherin. Zwei Anmeldungen für November und Dezember seien aber nach wie vor aktiv.

Zwischen Februar und April hatte es bereits zehn "Merkel muss weg"-Kundgebungen in Hamburg gegeben - ebenfalls mit geringer Teilnehmerzahl und immer deutlich stärkerem Gegenprotest. Das Bündnis "Mittwochs gemeinsam gegen rechte Hetze" hatte nach Wiederaufleben der rechten Kundgebungen angekündigt, jeweils zu Gegenprotesten aufzurufen. Bei den Kundgebungen am Mittwoch vergangener Woche war die Polizei mit knapp 1000 Beamten auch aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei im Einsatz.


Quelle: DPA

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