#rechercheParis: Nach den Anschlägen in Paris suchen Angehörige weiter nach Vermissten

19. November 2015 - 16:08 Uhr

Wo ist mein Bruder oder meine Freundin?

Unter dem Hashtag '#rechercheParis' suchen viele Menschen im Netz nach Angehörigen und Freunden, die sich in der Nacht der Anschläge in Paris befanden. Von vielen fehlt nach wie vor jede Spur. Das Problem ist, dass viele Opfer ohne Pass ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Je nachdem, in welchem Zustand sie sind, können sie nicht identifiziert werden.

Bild, um Bruder nach Paris zu finden.
Mit diesem Bild sucht eine Schwester nach ihrem Bruder, der das Konzert im 'Bataclan' besucht hat.

Eine junge Frau sucht zum Beispiel ihren amerikanischen Austauschschüler Guy Hanson, der in Paris gearbeitet hat und sich seit dem Anschlag nicht mehr gemeldet hat. Sie postete ein Bild des Kanadiers in die Facebook-Gruppe 'RechercheParis'. Die Schwester eines Vermissten postete ein Bild ihrer Bruders aus der Konzerthalle 'Bataclan', das er ihr vor dem Anschlag noch völlig ahnungslos geschickt hat. Lächelnd schaut er mit einem Bier in der Hand in die Kamera und ahnt nicht, was bei diesem Konzert noch passieren wird.

Die meisten Menschen suchen nach Leuten, von denen sie wissen, dass sie das Konzert der Band 'Eagles of Death Metal' besucht haben, bei dem mindestens 80 Menschen getötet wurden. Ein weiterer Betroffener sucht seine eigene Freundin, die mit ihm das Konzert besucht hat. Es wurde auch eine Notfall-Nummer eingerichtet, über die man Infos über Opfer erhalten kann, die man im Krankenhaus identifizieren konnte.