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Reality-Star Samira Klampfl schwört auf Darmkur fürs Baby - effektiv oder schädlich? Arzt schätzt ein

Allgemeinmediziner Dr. Specht schätzt ein

Reality-Star Samira Klampfl schwört auf Darmkur fürs Baby - effektiv oder schädlich?

Samira Klampfl zeigt Babybauch in Dessous.
Samira Klampfl zeigt Babybauch in Dessous.
Instagram/ samirayasminleila

Seit dem Frühjahr sind Samira Klampfl (28) und Serkan Yavuz (29) Eltern einer Tochter. Das „Bachelor in Paradise“-Paar hieß Töchterchen Nova Skye Syaim Mai willkommen und schwebt seitdem auf Wolke Sieben. Doch die Kleine hält ihre Eltern mit Schreiattacken auf Trab – denn manchmal drückt ihr Bauch. Auf Instagram berichtet Samira jetzt von ihren positiven Erfahrungen mit einer Baby-Darmkur.

Osteopathin empfiehlt Darmkur

Bei Dreimonatskoliken hilft Babymassage
Bei Dreimonatskoliken hilft auch eine Babymassage

„Wir waren bei der Osteopathin und haben da eine Kur für den Darm bekommen“, berichtet die Influencerin in ihrer Instagram-Story. „Damit soll die Darmflora aufgebaut werden“. Täglich vermische sie einen Beutel des Pulvers, das verschiedene Stämme von Darmbakterien enthält, entweder mit der Muttermilch oder mit einem Esslöffel Babywasser. Auch erste Erfolge seien bereits erkennbar: „Uns geht’s gut damit und ich meine, die Schreiattacken haben stark nachgelassen, seit wir das machen“, berichtet die Mutter.

Ist eine Darmkur also der Geheimtipp für Babys, die von Blähungen und Bauchschmerzen geplagt werden? Wir fragen den Allgemeinarzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht.

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Wie wirken sich Probiotika auf die Darmgesundheit aus? Arzt klärt auf

Dr. Christoph Specht - Allgemeinmediziner und Medizinjournalist
Dr. Christoph Specht - Allgemeinmediziner und Medizinjournalist
Foto Jo Kirchherr

Richtig sei, erklärt uns der Allgemeinarzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht, dass der Darm mit seiner mikrobiellen Zusammensetzung – dem Biom – einen wichtigen Anteil in der Immunabwehr des Menschen spiele. „Wir sind allerdings sicher noch am Anfang davon, das wirklich zu verstehen. Man weiß, dass die Zusammensetzung der Bakterien wichtig ist und dass es da besser Konstellationen und schlechtere gibt“.

Mit der Gabe von nützlichen Darmbakterien, den sogenannten Probiotika, versuche man, die Besiedelung des Darms positiv zu beeinflussen. Allerdings: „Wenn man hier nach wissenschaftlichen Grundlagen sucht, dann wird es extrem dünn“, gibt Dr. Specht zu bedenken.

Denn Probiotika gelten nicht als Arznei-, sondern als Nahrungsergänzungsmittel und müssen daher nicht mit denselben Auflagen wie Medikamente zugelassen werden, erklärt uns der Mediziner. Die Studienlage in Bezug auf den Nutzen von Probiotika sei bislang uneinheitlich. „Es ist auf keinen Fall so, dass man sagen kann: Ja, das muss man jetzt so machen und das hilft.“

Probiotika hätten sich zwar in bestimmten Fällen in der Medizin als hilfreich erwiesen: „Zum Beispiel dann, wenn die Darmflora wieder aufgebaut werden muss – nach einer längeren Antibiotikagabe zum Beispiel.“ Allerdings könne man die Darmflora dann auch mithilfe der richtigen Ernährung wieder aufbauen, gibt Specht zu Bedenken.

Lese-Tipp: Die richtige Ernährung für eine gesunde Darmflora – Expertin gibt Tipps

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Brauchen Babys Probiotika?

Wer sein Kind mit Muttermilch ernähre, könne im Normalfall davon ausgehen, die besten Voraussetzungen für eine gute Entwicklung des Kindes zu haben, sagt Dr. Specht. „Dann brauchen Sie auch nichts hinzugeben – außer in Spezialfällen.“ Schaden werde eine solche Darmkur einem Baby jedoch vermutlich auch nicht, schätzt der Mediziner. (dhe)

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