Real kündigt weitere Schließungen an

Von diesen Filialen müssen wir uns 2021 und 2022 verabschieden

Der russische Finanzinvestor SCP hat den Großteil der Real-Standorte an Edeka, Kaufland und Globus verkauft.
Der russische Finanzinvestor SCP hat den Großteil der Real-Standorte an Edeka, Kaufland und Globus verkauft.
© picture alliance, Winfried Rothermel

25. Oktober 2021 - 8:33 Uhr

Real schließt insgesamt 38 Filialen

Der Kahlschlag bei Real geht weiter. Nach der Übernahme des russischen Investors SCP muss die SB-Warenhauskette weitere Filialen dichtmachen. Waren es zwischenzeitlich 28 Standorte, die schließen mussten, sind es jetzt sogar insgesamt 38 Filialen, für die es offenbar keine Perspektive mehr gibt. Allerdings gibt es für sechs Standorte berechtigte Hoffnung, dass es nach der Schließung mit neuem Betreiber weitergeht.

Diese Real-Filialen müssen im Jahr 2022 schließen

Neu auf der Liste, die Real am 20. September aktualisiert hat, stehen folgende Standorte:

  • Amberg, Schließung zum 31. Mai 2022 wegen Umbauarbeiten vor Übergabe
  • Bayreuth, Riedinger Straße, Schließung zum 31. März 2022 wegen Umbauarbeiten vor Übergabe
  • Hemer, Schließung zum 30. Juni 2022
  • Pfarrkirchen, Schließung zum 30. Juni 2022
  • Sinzheim, Schließung zum 30. Juni 2022 wegen Umbauarbeiten vor Übergabe
  • Tübingen, Schließung zum 31. Mai 2022 wegen Umbauarbeiten vor Übergabe
  • Tuttlingen, Schließung zum 30. April 2022 wegen Umbauarbeiten vor Übergabe
  • Weiden, Schließung zum 31. Mai 2022 wegen Umbauarbeiten vor Übergabe

In Hemer und Pfarrkirchen werden die Real-Filialen auf jeden Fall ganz schließen müssen. Die Standorte Amberg, Bayreuth, Sinzheim, Tübingen, Tuttlingen und Weiden werden zunächst geschlossen. Allerdings gibt es "Planungen des jeweils neuen Betreibers, die weitreichende konzeptionelle und bauliche Veränderungen beinhalten", erklärte ein Real-Sprecher gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Die Nachfolger wollte Real noch nicht nennen. Fest steht aber: An den sechs Standorten wird es kein klassisches Umflaggen geben, in dem der Nachfolger mit seinem eigenen Sortiment in die Filiale einzieht. So soll nach Informationen des Schwäbischen Tagblatts in Tübingen auf dem Areal des Real-Markts ein neues Gewerbegebiet entstehen, in dem auch ein Nahversorger geplant ist. Für die 78 Beschäftigten greife ein Sozialplan, erklärte Real gegenüber der Regionalzeitung.

Die Mitarbeiter der SB-Warenhauskette Real in den folgenden 10 Standorten wurde bereits Anfang Mai über die jeweilige Schließung unterrichtet:

RTL NEWS empfiehlt

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  • Bayreuth, Schließung zum 31. Januar 2022
  • Bremen-Vahr, Schließung zum 31. März 2022
  • Espelkamp, Schließung zum 31. März 2022
  • Essen, Porscheplatz, Schließung zum 31. März 2022
  • Hameln, Schließung zum 31. Januar 2022
  • Monschau, Schließung zum 31. März 2022
  • Oldenburg-Kreyenbrück, Schließung zum 31. Januar 2022
  • Trier, Schließung zum 31. Januar 2022
  • Wetzlar, Schließung zum 31. Januar 2022
  • Wiesbaden, Schließung zum 31. Januar 2022

Zehn Real-Filialen mussten bereits schließen, zehn weitere Standorte schließen noch im Jahr 2021

Der russische Real-Eigentümer SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette mit ihren rund 270 Märkten von der Metro im vergangenen Jahr erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Bereits bei der Übernahme hatte SCP signalisiert, dass rund 30 Geschäften das Aus drohe. Im Juni vergangenen Jahres hatte Real in einem ersten Schritt die Schließung von mehreren Filialen zum 31. Januar angekündigt. Bereits geschlossen sind folgende Real-Märkte:

  • Augsburg-Königsbrunn, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Berlin-Spandau, seit 30. Juni 2021 geschlossen
  • Bitterfeld-Wolfen, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Duisburg-Süd, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Frankenthal, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Goslar, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Herten-Westerholt, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Leißling-Weißenfels, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Mönchengladbach-Rheydt, seit 31. Januar 2021 geschlossen
  • Rheine, seit 30. Juni 2021 geschlossen

Es folgte im Januar die Ankündigung von zehn weiteren Filialen, die bis zum 30. September 2021 schließen müssen:

  • Ansbach, Schließung zum 30. September 2021
  • Cuxhaven, Schließung zum 30. September 2021
  • Dortmund-Eving, Schließung zum 30. September 2021
  • Hannover-Linden, Schließung zum 30. September 2021
  • Haßloch, Schließung zum 30. September 2021
  • Kenn, Schließung zum 30. September 2021
  • Maintal, Schließung zum 30. September 2021
  • Mönchengladbach-Neuwerk, Schließung zum 30. September 2021
  • Neustadt an der Aisch, Schließung zum 30. September 2021
  • Villingen-Schwenningen, Schließung zum 30. September 2021

Der Grund für das Aus: Es gebe keine wirtschaftliche Perspektive mehr für die betroffenen Märkte. Es habe sich kein Interessent für eine Übernahme der Standorte gefunden, erklärt das Unternehmen.

Kaufland, Edeka und Globus übernehmen Großteil der Filialen - und Mitarbeiter

Für die meisten Real-Filialen konnten sich Käufer finden, sie gehen an die Supermarktketten Kaufland, Edeka und Globus. Die neuen Eigentümer übernehmen in der Regal auch alle Real-Mitarbeiter. Die gesamte Übersicht über die Filialen, zu denen bereits eine Entscheidung vorliegt, finden Sie in diesem Artikel. (aze)