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Reaktion gegen Rechts: Theater Chemnitz spielen "Weiße Rose"

Die Theater Chemnitz setzen ein Zeichen gegen Rechts. Kurzfristig wurde die Kammeroper "Weiße Rose" ins Programm aufgenommen, die sich mit dem Schicksal der antifaschistischen Widerstandsgruppe gegen die Nazis um die Geschwister Hans und Sophie Scholl befasst. Das Stück für zwei Sänger und sechs Instrumentalisten feiert am 15. November (10.30 Uhr) im Konzertsaal der Städtischen Musikschule Chemnitz seine Premiere.

Mit der Inszenierung des Werkes von Udo Zimmermann reagieren die Theater Chemnitz darauf, dass rechtsgerichtete Kräfte den gewaltsamen Tod eines Chemnitzers Ende August instrumentalisiert haben. Der 35-Jährige war durch Messerstiche vermutlich von Asylbewerbern gestorben. Anschließend hatten AfD und Pegida zu einem sogenannten Trauermarsch aufgerufen und dabei weiße Rosen getragen.

"Die außerordentlich schnelle Instrumentalisierung durch Extremisten und Gewalttäter sowie die erschreckende Beobachtung, dass das antifaschistische Symbol der weißen Rose bei den populistischen 'Trauermärschen' und damit in direkter Nachbarschaft mit verbotenen Symbolen des Rechtsextremismus getragen wurde, lösten bei den Künstlern der Theater Chemnitz das Bedürfnis zu einer sehr konkreten und drängenden Antwort aus", teilten die Künstler mit.

Man habe deswegen zusätzlich und kurzfristig die berührende Kammeroper "Weiße Rose" von Udo Zimmermann in den Spielplan aufgenommen. Inhaltlich solle der Blick auf die Verantwortung des Einzelnen angesichts von Ungerechtigkeit gerichtet werden.


Quelle: DPA

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