Durchsuchungen bei Mitsubishi in Deutschland

Hat wieder ein Autobauer bei Abgasen geschummelt?

Schummeln bei den Abgasen
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25. Januar 2020 - 9:36 Uhr

Verdacht auf Abgas-Manipulation durch verbotene Abschaltautomatik bei Diesel-Motoren

Wieder einmal gehen deutsche Ermittler gegen einen Autobauer vor. Diesmal wollen sie Mitsubishi beim Schummeln erwischt haben. Der Autobauer steht im Verdacht in einigen seiner Dieselfahrzeugen eine verbotene Abschaltautomatik eingebaut zu haben. Die soll dafür sorgen, dass die Autos auf einem Prüfstand zwar die Grenzwerte für Stickoxide einhalten, aber eben nicht im normalen Betrieb.

Ermittler suchen nach Beweisen für Dieselskandal bei Mitsubishi

21.01.2020, Hessen, Friedberg: Außenansicht des japanischen Autoherstellers Mitsubishi Motors am Standort Friedberg. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Geschäftsräume von Mitsubishi durchsuchen lassen. Es geht um den Vorwurf des Betruges mit illega
Mitsubishi Motors
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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt durchsuchte den ganzen Tag Büros an insgesamt zehn Mitsubishi-Standorten in Deutschland. Dabei sollten Beweismittel für den Betrug gefunden werden. Auch beim Zulieferer Continental gab es Durchsungen, allerdings wird nicht gegen das Unternehmen ermittelt. Offiziell gilt der Zulieferer im Verfahren bisher nur als Zeuge.

Mitsubishi-Autos mit Abschalteinrichtung könnten stillgelegt werden

Betroffen sind Mitsubishi-Fahrzeuge mit 1,6 und 2,2 Liter Dieselmotoren. Bei diesen Autos soll die illegale Abschalteinrichtung zum Einsatz kommen. Diesen Fahrzeugen drohen nun Fahrverbote oder sogar die Silllegungen.

Nach Volkswagen, Daimler und Fiat Chrysler ist Mitsubishi nun schon der vierte Autohersteller dem eine Abgasmanipulation vorgeworfen wird.