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Razzia in Berlin nach Einbruch im Grünen Gewölbe

Bringen manipulierte SIM-Karten den Durchbruch?

Razzia in Berlin nach Einbruch im Grünen Gewölbe

Das wurde aus dem Grünen Gewölbe geklaut Diebstahl in Dresden
00:48 min
Diebstahl in Dresden
Das wurde aus dem Grünen Gewölbe geklaut

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SIM-Karten mit fiktiven Personalien an Täter verkauft?

Gibt es nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden eine heiße Spur? In Berlin haben Beamte des Dezernats Kunstdelikte und der SOKO Epaulette Wohn- und Gewerberäume durchsucht. Sie wurden von einer Hundertschaft der Berliner Bereitschaftspolizei unterstützt. Im Fokus dabei: Ein Mann, der SIM-Karten verkauft, die auf fiktive Personen registriert sind.

Einbrecher sollen Karten während der Tat genutzt haben

Nach den Ermittlungen besteht laut Staatsanwaltschaft Dresden der Verdacht, dass der Betroffene den Tätern mehrere SIM-Karten verkauft oder diese an ein Internet-Café an der Hermannstraße in Berlin-Neukölln weitergegeben hat. Die Einbrecher sollen diese zur Vorbereitung der Tat und auch beim Einbruch selbst für Absprachen genutzt haben. Inwieweit der Mann den Verwendungszweck der SIM-Karten kannte, sei unklar, heißt es weiter. Er werde deshalb bislang nicht als Tatverdächtiger zu dem Diebstahl geführt.

Mobiltelefone und Speichermedien sichergestellt

Garnituren wie diese wurden gestohlen
Garnituren wie diese wurden entwendet
imago

Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatztkräfte Geschäftsunterlagen, Mobiltelefone und Speichermedien sicher. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass sich aus den Beweismitteln Hinweise auf die Identität der Käufer der SIM-Karten und der Täter gewinnen lassen.

Die Polizei hat bislang ein Phantombild und ein Überwachungsvideo veröffentlicht, das die Tat zeigt.

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Was ist das "Grüne Gewölbe"?

Das Grüne Gewölbe ist heute ein Museum für Kunstsammlungen. In der ehemaligen Schatzkammer der Wettiner Fürsten befinden sich Edelsteine, Diamanten und Kunstwerke. Die Kriminalpolizei ist vor Ort, die Fahndung dauert an. Wie hoch der Schaden ausfällt, ist noch unklar.

Rund 3.000 freistehende Objekte gibt es für Besucher des Grünen Gewölbes zu bewundern
Rund 3.000 freistehende Objekte gibt es für Besucher des Grünen Gewölbes zu bewundern
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Erstmalig waren die Räumlichkeiten im Jahr 1724 der Öffentlichkeit zugänglich. August der Starke hatte die historische Schatzkammer 1723 anlegen lassen. Das Museum ist in das Alte Grüne Gewölbe und das Neue Grüne Gewölbe aufgeteilt. Allein im modernen Teil befinden sich laut des Museums rund 5.100 Diamanten und 160 Smaragde.

Das Grüne Gewölbe zeigt neben handwerklichen Kunstwerken auch Naturalien wie Bergkristalle
Das Grüne Gewölbe zeigt neben handwerklichen Kunstwerken auch Naturalien wie Bergkristalle
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Die Dresdner Polizei hatte nach dem Einbruch nach eigenen Angaben Kontakt zu Ermittlern in Berlin aufgenommen. Sie stünden in Kontakt mit Berlin, um zu sehen, ob es Zusammenhänge und ähnliche Tatmuster gebe – dieser Ansatz hat sich offenbar ausgezahlt.