Türkisch-arabischer Verein soll Nähe zum IS haben

Razzia gegen Islamisten in Berlin und Brandenburg - 800 Polizisten im Einsatz

Großrazzia gegen Islamisten in Berlin Verein soll Nähe zum IS haben
00:23 min
Verein soll Nähe zum IS haben
Großrazzia gegen Islamisten in Berlin

30 weitere Videos

Wohnungen in Berlin und Brandenburg durchsucht

Große Razzia in Berlin und Brandenburg: Seit 6 Uhr geht die Polizei mit rund 800 Einsatzkräften gegen die Islamistische Szene vor. Auch Spezialkräfte des SEK sind an der Razzia beteiligt. In den Berliner Stadtteilen Märkisches Viertel, Neukölln, Wedding und Tiergarten sowie in Brandenburg durchsuchten die Beamten mehrere Wohnungen.

Türkisch-arabischer Verein Jama‘atu Berlin soll IS nahestehen

Grund sei ein kürzlich erlassenes Verbot des türkisch-arabischen Vereins Jama‘atu Berlin, bei dem die Ermittler eine Nähe zur Terrorgruppe Islamischer Staat vermuten, teilte ein Polizeisprecher mit. Der antisemitischen Gruppierung sollen rund 20 Personen angehören, die das Töten von Andersgläubigen befürworten. Ziel der Durchsuchungen sei es, Beweismaterial für das Vereinsverbot sicherzustellen. Wie „Bild“ berichtet, soll mindestens ein Mann festgenommen worden sein.

Der Verein betrieb nach ersten Informationen keine eigene Moschee. Die Mitglieder trafen sich wohl in privaten Räumen. Von dem Trend, dass sich radikale Salafisten zunehmend nicht mehr in Moscheen, sondern in privaten Wohnungen treffen würden, hatte der Berliner Verfassungsschutz bereits vor einiger Zeit berichtet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Mitglieder sollen sich aus ehemaliger Moschee kennen, in der auch Anis Amri verkehrte

Razzia gegen Islamisten in Berlin: Polizisten durchsuchen ein Wohnhaus
Razzia gegen Islamisten in Berlin
deutsche presse agentur

Innensenator Andreas Geisel (SPD) kündigte weitere Informationen auf einer Pressekonferenz am Vormittag an. Der „Tagesspiegel“ berichtete, die Mitglieder der kleinen Gruppe würden sich aus der bereits früher geschlossenen Fussilet-Moschee kennen, in der auch Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt im Jahr 2016, verkehrte.