Razzia bei Gladbach-Präsident

Gladbach-Präsident Rolf Königs steht unter Verdacht der Steuerhinterziehung.
Gladbach-Präsident Rolf Königs steht unter Verdacht der Steuerhinterziehung.
© dpa/dpaweb, A3724 Felix Heyder

13. Februar 2016 - 8:52 Uhr

Rolf Königs ist ins Visier der Steuerfahnder geraten. Der Präsident von Borussia Mönchengladbach bestätigte dem 'Handelsblatt', dass seine Geschäfts- und Privaträume von der Steuerfahndung in der vergangenen Woche durchsucht wurden.

Grund sollen 1,6 Millionen Euro sein, die Königs auf einem Konto in Luxemburg geparkt hatte und Zinserträge daraus nicht versteuerte. Aus Sicht des 70-Jährigen war das allerdings ein Versehen. "Ich habe dieses Konto einfach ausgeblendet. Ich hatte gar keine Zeit, mich um das Geld zu kümmern", sagte Königs.

Der Gladbach-Präsident betonte, dass er die Summe ordnungsgemäß versteuert hätte. Dann habe er das Geld nach Luxemburg geschafft, um es dort anzulegen. Die Zinserträge daraus im Wert von mehreren Hunderttausend Euro, soll er an den deutschen Finanzbeamten vorbei geschafft haben.

Königs hat den Ermittlern versichert, umfangreich bei der Aufklärung mit zuarbeiten und die fällige Steuernachzahlungen schnellstmöglich zu begleichen.