Razzia bei Erdgas-Unternehmen - Auch Eon Ruhrgas im Visier

14. Februar 2016 - 10:36 Uhr

Bei einer europaweiten Razzia bei Gasversorgern sind unter anderem die Räume von Deutschlands größter Ferngasgesellschaft Eon Ruhrgas durchsucht worden. Die EU-Kommission verdächtigt mehrere Erdgas-Unternehmen in Europa des wettbewerbswidrigen Verhaltens. Aus diesem Grund hätten Fahnder Geschäftsräume von Versorgern in mehreren zentral- und osteuropäischen Ländern unangemeldet durchsucht, teilte die Kommission mit.

Ein Sprecher von Eon bestätigte, Büros des Unternehmens seien durchsucht worden. Man werde "konstruktiv" mit der EU-Kommission zusammenarbeiten. Zu weiteren Einzelheiten wollte er keine Stellung nehmen. Im Fokus stünden die Versorgungsmengen.

Falls die EU-Wettbewerbshüter später ein förmliches Kartellverfahren eröffnen sollten, drohen den beteiligten Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Preis- und Konditionenabsprachen zum Schaden von Verbrauchern und Kunden sind in der EU streng verboten.