Raus aus Hartz IV: Diese Konzepte sollen Arbeitslosen wieder in den Job helfen

Alleinerziehend und Auszubildende: Projekt 'Duett' macht es möglich

Scheidung, alleinerziehend – und plötzlich keine andere Alternative als Hartz IV? Viele Mütter teilen dieses Schicksal. Auch Anna Mentes rutschte durch die Trennung von ihrem Mann in die Unterstützung vom Amt. Doch es gibt Konzepte, die Menschen wie Anna helfen sollen, wieder ins Berufsleben zu finden.

Wir stellen im Rahmen unseres Themen-Monats zu Hartz IV zwei Beispiele vor.

Teilzeitausbildung und Coaching: Diese Projekte sollen Hartz-IV-Empfängern helfen

Anna Mentes kann dank einer Teilzeitausbildung nun ihren Traumberuf erlernen: Sie wird medizinische Fachangestellte. Ihre Kinder besuchen eine Ganztagesschule. So kann Anna ihre Ausbildung machen. An zwei Tagen arbeitet Anna Mentes in einer Heidelberger Arztpraxis, an zwei Tagen geht sie in die Berufsschule und an einem Tag hat sie frei. Die EU fördert das Projekt 'Duett', das sich zum Ziel gesetzt hat, Alleinerziehende wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ein anderes Projekt, das Arbeitslose aus dem Hartz-IV-Bezug bringen soll, ist die sogenannte 'Einstiegsoffensive' aus dem hessischen Heppenheim. "Wir versuchen nicht so zu agieren, wie man es von einem Jobcenter erwartet. Die Mitarbeiter in den Maßnahmen sind eher Sozialarbeiter als Verwaltungsmitarbeiter“, sagt Christian Rößler, Teamleiter im Jobcenter Heppenheim.

Die Idee stammt aus den Niederlanden: In einer Gruppe diskutieren Arbeitssuchende und Mitarbeiter Stärken und Schwächen sowie Jobwünsche und motivieren sich gegenseitig. Mit Erfolg: 70 Prozent der Teilnehmer haben nach dem zweimonatigen Programm einen Job.