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Raubkopie-Portal "movie2k.to": Ermittler finden Bitcoins im Wert von 25 Millionen Euro

LKA und BKA sichern Beweise mit Hilfe des FBI

Raubkopie-Portal "movie2k.to": Ermittler finden Bitcoins im Wert von 25 Millionen Euro

ARCHIV - 28.11.2013, Berlin: «Bitcoin-Münzen», fotografiert beim Münzhandel. Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist unmittelbar vor der Halbierung der Vergütung für einen errechneten Block - dem «Halving» - deutlich eingebrochen. Foto: Jens Kalaene/z
Bitcoin-Kurs stürzt ab
jka sab gfh fpt fux wst gfh, dpa, Jens Kalaene

Millionen-Fund in Ermittlungen gegen Betreiber von "movie2k.to"

Bei den Ermittlungen gegen die Betreiber des jahrelang erfolgreichen, illegalen Streamingportals „movie2k.to“ haben Ermittler Bitcoins im Wert von 25 Millionen Euro sichergestellt. „Die eindeutige und beweissichere Identifizierung der Bitcoins erfolgte aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Dienstag mit. Einer der beiden Hauptbetreiber – der Programmierer von movie2k.to – sowie ein Geldwäsche-Verdächtiger haben den Angaben zufolge umfassend gestanden und unterstützen die Ermittler bei der Jagd nach dem zweiten flüchtigen Hauptbetreiber.

Über "movie2k.to" wurden über 880.000 Raubkopien verbreitet

„Den zwei Hauptbetreibern wird vorgeworfen, zusammen mit weiteren Tatbeteiligten von Herbst 2008 bis Mai 2013 über 880.000 Raubkopien von Filmwerken über das Portal verbreitet und einen illegalen Streamingservice betrieben zu haben“, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Einnahmen aus Abofallen und Werbung haben die Betreiber demnach seit Mitte 2012 in Bitcoins investiert.

Der „movie2k.to“-Programmierer, der seit November 2019 in Untersuchungshaft sitzt, hat 22.000 Bitcoins erhalten, die er überwiegend zum Erwerb von Gebäuden über einen Immobilienmakler verwendet haben soll. Dieser sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft – wegen des Verdachts auf gewerbsmäßige Geldwäsche. „Die sichergestellten Bitcoins wurden durch den Programmierer bei seiner staatsanwaltschaftlichen Vernehmung freiwillig zur Schadenswiedergutmachung herausgegeben“, heißt es in der Mitteilung der Ermittler.