Die Feuerwehr musste den Keller leer pumpen

Rattenplage und Schimmel: Mieterin in Roding muss in Horror-Wohnung leben

Im Vorgarten von Anke O. leben jede Menge Ratten (Symbolbild).
Im Vorgarten von Anke O. leben jede Menge Ratten (Symbolbild).
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11. Juni 2021 - 19:19 Uhr

Anke O. will schnellstmöglich aus ihrer Wohnung ausziehen

Ratten! Schimmel! Wasser! Kälte! Anke O. aus dem bayrischen Roding wird seit ihrem Umzug aus Dortmund von einer Plage nach der anderen heimgesucht. Die katastrophale Wohnsituation hatte offenbar sogar schon gesundheitliche Folgen für die Mieterin. Jetzt will sie nur noch eins: So schnell wie möglich ausziehen.

Nach starkem Regen: Keller in Roding unter Wasser

Wie das Portal "Idowa" berichtet, setzte es erst am vergangenen Montag für Anke O. die nächste schlechte Nachricht: Nach einem Platzregen lief der Keller der Mieterin voll. Zweieinhalb Stunden lang musste die Feuerwehr das Untergeschoss leerpumpen. Ihre Waschmaschine ging durch die Wassermassen kaputt, auch zahlreiche Umzugskartons im Keller waren nicht mehr zu retten.

Es ist nur das neueste Kapitel in einer langen Reihe von katastrophalen Entwicklungen in ihrer 75-Quadratmeter-Wohnung am hohen Kreuz. Die Wohnräume seien nicht richtig isoliert, selbst im Wohnzimmer dringe bei Regen Wasser durch, so die Mieterin. Im Winter musste sie bei Temperaturen von 16 Grad leben: Die Heizung funktionierte nicht richtig – trotz 700 Euro "Warm"-Miete.

Ratten sind für Anke O. die schlimmste Plage

Das schlimmste sei für Anke O. jedoch dem Bericht zufolge die Rattenplage vor ihrem Haus. Rund um das Haus würden sich zahlreiche Rattenlöcher finden, sagt die Mieterin. Diese hätten sich zudem immer weiter vermehrt: Immer wieder sah sie auch viele junge Ratten in dem Vorgarten.

Doch die Probleme gehen noch weiter: Die Wasseraufbereitung im Keller sei defekt, sagt die ehemalige Dortmunderin. Sie bekam Magenschmerzen und Durchfall, mittlerweile muss sie eigenen Angaben zufolge mit gekauftem Wasser aus Flaschen kochen. Darüber hinaus gebe es in der Wohnung jede Menge Schimmel, insbesondere im Bad. Ein Lungenarzt habe bei ihr Spuren von Schimmel im Körper nachgewiesen, so Anke O. Die Dokumente schickte sie an den Mieterschutzbund in Regensburg.

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Neuer Vermieter kaufte die Wohnung im Dezember

Erst im vergangenen Dezember habe der Vermieter gewechselt, eine Immobilienfirma übernahm 68 Wohnungen auf einen Schlag. Seitdem wurde eine Wohnung saniert, zehn weitere sollen laut dem Unternehmen bald folgen. Gegen die Ratten möchte die Firma vorgehen. Der Befall würde von ihnen mittlerweile als "stark" eingestuft, am Montag soll ein Schädlingsbekämpfer die Arbeit aufgenommen haben.

Für Anke O. kommen diese Bemühungen allerdings viel zu spät. Sie ist fest entschlossen: Schnellstmöglich will sie aus ihrer Wohnung ausziehen.

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