DFB-Ethikkommission verzichtet

Kein Verfahren gegen S04-Boss Tönnies

Clemens Tönnies
Clemens Tönnies
© dpa, Ina Fassbender, ina soe hak hpl axs

04. September 2019 - 15:53 Uhr

Wegen rassistischer Äußerungen

Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies ist mit einem blauen Auge davongekommen. Die DFB-Ethikkommission hat beschlossen, in der Causa Tönnies kein Verfahren einzuleiten.

Verstoß gegen DFB-Grundsätze

Das teilte das Gremium mit. Obwohl der DFB mit dem Verzicht auf ein Verfahren Wohlwollen walten ließ, verurteilte die Ethikkommission die umstrittenen Äußerungen von Tönnies aufs Schärfste und wertete diese als "rassistisch". Tönnies' Aussagen seien ein Verstoß gegen die Grundsätze aus der Satzung des DFB.

Tönnies überzeugte Kommission

Warum dann aber kein Verfahren? Der Grund ist Tönnies selbst. Wie die Ethikkommission in einer Stellungnahme veröffentlichte, werde das Gremium auf ein Verfahren verzichten, "da Herr Tönnies bei der eingehenden Anhörung und Befragung überzeugend vermitteln konnte, dass er kein Rassist ist".

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3 Monate Pause im Aufsichtsrat

Der 63-Jährige hatte mit rassistischen Aussagen über Afrikaner in einer Rede einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Zahlreiche Sportler und Politiker nahmen Stellung und verurteilten die Worte des 63-Jährigen.

Für seine Aussagen hatte sich der Schalke-Boss später entschuldigt und sich selbst als "töricht" bezeichnet. Sein Amt als Aufsichtsratschef bei den Königsblauen lässt Tönnies für drei Monate ruhen. Diese Entscheidung hatte er im Einvernehmen mit dem Schalker Ehrenrat getroffen. Viele Fans hatten sich härtere Konsequenzen erhofft.