23. April 2019 - 14:32 Uhr

Sterling: Geldstrafen reichen nicht

Der englische Nationalspieler Raheem Sterling setzt sich für eine harte Bestrafung bei rassistischen Beleidigungen im Stadion ein. Geht es nach dem 24-Jährigen, sollen die Clubs mit saftigen Punktabzügen belegt werden.

Punktabzug und Geisterspiele

Rassismus = 9-Punkte-Abzug: Das ist die Formel, für die Sterling plädiert. Dazu soll es noch drei Geisterspiele obendrauf geben. Seiner Meinung nach reichen die bisherigen Geldstrafen nicht aus, sie schreckten zu wenig ab.

"Es klingt vielleicht hart, aber welcher Fan würden riskieren, dass seine Mannschaft wegen rassistischer Äußerungen absteigen oder vielleicht sogar den Titel verspielen würde?", sagte er der britischen Zeitung The Times. "Das Rassismusproblem im Fußball ist so schlimm, sitzt so tief und ist weit davon entfernt, gelöst zu werden."

Sterling wurde mehrfach Opfer

Sterling musste schon einige Male Beleidungen über sich ergehen lassen - sowohl im Trikot seines Clubs Manchester CIty als auch in der englischen Nationalmannschaft. Zuletzt beschimpften ihn Fans beim EM-Qualispiel in Montenegro (5:1) übelst. Nach seinem Treffer hielt er sich demonstrativ die Ohren zu.

Das Thema Rassismus bewegt den englischen Fußball. An Karfreitag hatten Fußballer aus Protest gegen die rassistischen Attacken zu einem Social-Media-Boykott aufgerufen und ihre Kanäle 24 Stunden ruhen lassen.