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Frankfurt-Manager will Rassismus bekämpfen

Fredi Bobic: "Müssen auch mal ein Spiel beenden"

18. Februar 2020 - 16:39 Uhr

Fredi Bobic fordert klare Maßnahmen gegen Rassismus

Im Kampf gegen Rassismus im Fußball hat Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, eine harte Linie in den Stadien gefordert. "Notfalls, wenn so etwas passiert, muss man ein Spiel einfach mal stoppen oder beenden. Dann ist es das richtige Zeichen", sagte Bobic am Rande des Laureus Awards in Berlin.

Störer sollen aus den Stadien verschwinden

Ein Spielabbruch würde laut dem 48-Jährigen helfen, "dass es irgendwann in die Köpfe reingeht". Auch die Ergreifung der meist einzelnen Täter sei entscheidend: "Man muss sie raustun aus den Stadien". Als Positivbeispiel dafür wie die Zuschauer dabei helfen können, nannte er das couragierte Eingreifen von Fans im Drittligaspiel in Münster. Im Duell zwischen Preußen Münster und den Würzburger Kickers hatten mehrere Preußen-Anhänger auf einen Täter gezeigt und den Ordnungskräften damit bei der Identifizierung geholfen. Der Mann, der offenkundig rassistische Kommentare gerufen hatte, wurde gestellt und festgenommen. Zudem hallten in den Schlussminuten der torlosen Partie "Nazis raus"-Rufe durch das Stadion.

Rassismus kein Thema in den Teams

In den Kabinen der Fußballteams sei Rassismus laut Bobic kein Problem: Die Mannschaften können "gemeinschaftlich sehr gut miteinander leben. Sie verfolgen alle den gleichen Traum, das ist einfach schön. Es ist egal, welche Hautfarbe oder welchen Glauben sie haben", sagte der ehemalige Nationalspieler

Alleine bei Eintracht Frankfurt gibt es zurzeit 17 verschiedene Nationalitäten im Kader.

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