Rassendiskrimierung und Klimapolitik: Lewis Hamilton rechnet mit Donald Trump ab

© dpa, Daniel Chan, DC wie

27. September 2017 - 18:49 Uhr

Lewis Hamilton solidarisiert sich mit Protestlern

Der Streit um die Proteste vieler Sport-Stars gegen Rassendiskrimierung und willkürliche Polizeigewalt in den USA hat die Formel 1 erreicht. Der dreimalige F1-Weltmeister Lewis Hamilton solidarisierte sich mit den Akteuren der National Football League und anderen Ligen, die ihrer Haltung vor den Spielen durch Niederknien während der Nationalhymne öffentlichkeitswirksam Ausdruck verleihen.

In Tradition von Martin Luther King

#takeaknee

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Seit Wochen schwelt in den USA ein Konflikt, in dem vor allem ein Mann die Protestierenden verhöhnt und verdammt, Präsident Donald Trump. Für den Mercedes-Piloten der Anlass, klar Stellung zu beziehen. Auf Instagram veröffentlichte der Brite ein Foto, dass unter dem Hashtag  #takeaknee Martin Luther King und andere Bürgerrechtler kniend zeigt - eine Verneigung vor dem Ursprung der Protestbewegung.

Lewis Hamilton geht auf Konfrontationskurs

If you don't know, try to educate yourself so you can understand. #takeaknee

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In einem weiteren Post richtet Hamilton direkt das Wort an Trump, um dem US-Präsidenten auf die Sprünge zu helfen und an die Ursache der Proteste zu erinnern. Ein F1-Pilot auf Konfrontationskurs.

Donald Trumps Klimapolitik erzürnt Hamilton

Einmal in Fahrt nutzt der 32-Jährige die aktuelle Debatte zu einer Generalabrechnung mit Trump. Vor allem im Fokus, die Klimapolitik des mächtigsten Mannes der Welt. "Dieser Hurricane kommt und er ist ein Zeichen. Und Trump sagt, es gibt keinen Klimawandel. Wie kann man so etwas nicht sehen?", wetterte Hamilton mit Blick auf Hurrikan Irma, der zuletzt in der Karibik und den USA große Schäden anrichtete.

Und Lewis Hamilton gibt weiter Gas: "Und alles, was sie tun werden: Sie werden sechs Milliarden Dollar oder so ausgeben und alles wieder aufbauen – um dann genauso weiterzumachen wie bisher. Statt dass jemand sagt: Das hier sind die Gründe, wir alle müssen was ändern."