Anwohner hatten sich über Raser beschwert

Raser-Unfall in Stuttgart: Sportwagen-Fahrer tötet zwei Unschuldige

7. März 2019 - 8:58 Uhr

Frontaler Zusammenstoß mit Kleinwagen

Bei einem schweren Raser-Unfall sind in der Nacht in Stuttgart zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Jugendliche (18 und 20) waren mit ihrem gemieteten Sportwagen durch die Innenstadt gerast. Sie verloren die Kontrolle über den Wagen und krachten in einen unbeteiligten Kleinwagen. Die beiden Insassen hatten keine Überlebenschance.

Anwohner hatten die Polizei zuvor über den laut durch Stadt rasenden Wagen informiert. Der Kleinwagen soll laut Zeugenaussagen in einer Einfahrt gestanden haben, als die beiden Wagen frontal zusammenstießen. Der 25-jährige Fahrer und seine 22-jährige Beifahrerin erlagen an ihren schweren Verletzungen. Alle Reanimationsversuche der herbeigeeilten Retter blieben vergeblich.

Beide Autos waren nach dem Crash fast bis in ein anliegendes Café geschleudert worden. Tische und Stühle sowie eine Scheibe wurden beschädigt. Die beiden Insassen des Sportwagens blieben unverletzt. Die Besucher des Cafés und weitere Zeugen mussten von Notfallseelsorgern betreut werden.

Ku'damm-Raser im Mordprozess

Immer wieder passieren schlimme Raser-Unfälle in Deutschland. Zwei Sportwagenfahrer sollen sich in der Nacht zum 1. Februar 2016 ein illegales Rennen auf dem Berliner Kurfürstendamm geliefert und dabei laut Anklage mit bis zu 170 Kilometern pro Stunde tödliche Folgen billigend in Kauf genommen haben. An einer Kreuzung war es zu einem Zusammenstoß mit einem Jeep gekommen, für den die Ampel auf Grün stand. Der Wagen wurde 70 Meter weit geschleudert. Der 69-jährige Fahrer starb noch in seinem Auto. Die Angeklagten, inzwischen 27 und 30 Jahre alt, befinden sich seit drei Jahren in Untersuchungshaft.