Fahrer soll später Zeugen beeinflusst haben

Fußgänger (19) stirbt bei Raser-Unfall

Bei einem verbotenen Autorennen in Selb ist ein 19-jähriger Fußgänger von einem Wagen erfasst und getötet worden
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13. Februar 2020 - 16:01 Uhr

Verbotenes Autorennen im oberfränkischen Selb

Bei einem verbotenen Autorennen ist ein 19-jähriger Fußgänger von einem Wagen erfasst und getötet worden. Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend vergangener Woche im oberfränkischen Selb. Der 20-jährige Fahrer sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ob sich die beiden kannten, war zunächst unklar.

19-jähriger Fahrer wollte Schülern imponieren

Der 20-Jährige soll sich ein Rennen mit einem 19-jährigen Fahrer quer durch die Innenstadt von Selb geliefert haben. Dabei sollen sie auch an der Gruppe Berufsschüler vorbeigefahren sein, mit der der Fußgänger unterwegs war. Der 19-jährige Autofahrer soll das Rennen schon beendet haben, als der Verdächtige wendete. Mit "höchstmöglicher Geschwindigkeit" fuhr er den Angaben nach nochmals an der Gruppe vorbei, um den Schülern zu imponieren.

Raser soll nach Unfall in Selb versucht haben, Zeugen zu manipulieren

Bei einem Tempo von rund 100 km/h soll er dabei den Fußgänger zu spät gesehen haben, der gerade die Straße überquerte. Laut den Ermittlern erfasste er den 19-Jährigen, der nach dem Aufprall durch die Luft geschleudert wurde. Eine Reanimation schlug fehl, er starb noch am Unfallort. Der 20-jährige Autofahrer wurde ebenfalls verletzt, Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus.

Später soll er versucht haben, die Zeugen des Unfalls im Hinblick auf deren Aussage zu beeinflussen. Gegen ihn wird nun wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung ermittelt. Ermittlungen laufen auch gegen den 19-jährigen Fahrer.