Lebensgefährliche Verfolgungsfahrt in Dortmund

Raser brettert mit 190 km/h über B1 - Kinder nicht angeschnallt!

© Polizei Dortmund

19. Juli 2019 - 16:12 Uhr

Fünf Kinder saßen im Rückraum des Golfs

Da trauten die Dortmunder Polizisten wohl ihren Augen nicht: Ein 30-Jähriger überholte in einer 80er-Zone einen Streifenwagen mit 190 Stundenkilometern. Die Polizei nahm die Verfolgung auf! Sie stoppten den Fahrer und machten eine Entdeckung, die einfach fassungslos macht: Fünf Kinder saßen aneinander gequetscht im Rückraum des Golfs, nur zwei waren angeschnallt.

Mutter saß auf dem Beifahrersitz

Zwei Kinder kauerten sogar auf dem Boden hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz, teilte die Polizei am Freitag mit. "Im Tiefflug" sei der VW an den Beamten in der Nacht vorbeigerauscht. Die Polizisten mussten auf 200 Stundenkilometer beschleunigen, um den Fahrer aus Düsseldorf im Dortmunder Stadtgebiet zu überholen und schließlich zu stoppen.

Das jüngste der fünf Geschwisterkinder im Rückraum war erst zwei Monate alt, die anderen zwei, sieben, acht und elf Jahre. Der Fahrer war ein Verwandter der Mutter - die saß auf dem Beifahrersitz, so die Polizei.

Die irre Fahrt wurde sofort beendet

Die Polizei untersagte die Weiterfahrt, weil in dem Golf nicht mehr als fünf Insassen erlaubt sind. Der Fahrer wird eine Geldbuße in Höhe von voraussichtlich 600 Euro zahlen und für drei Monate seinen Führerschein abgeben müssen. Derzeit wird geprüft, welche Konsequenzen es für den 30-Jährigen hat, dass drei Kinder nicht angeschnallt waren.

Folgen hat die riskante Fahrt vermutlich auch für die Mutter der Kinder, die auf dem Beifahrersitz saß. Sie wäre ebenfalls in der Pflicht gewesen, die Kinder zu sichern.