Ramsauer will mehr Transparenz bei Idiotentests

14. Februar 2016 - 10:18 Uhr

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will im Herbst eine Arbeitsgruppe zur Reform des sogenannten Idiotentests einsetzen. Bis zu einer Reform der umstrittenen Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) wolle Ramsauer schärfere Kontrollen der Prüfungsabläufe durch die Bundesanstalt für Straßenwesen, berichtet die 'Bild' und beruft sich auf das Bundesverkehrsministerium.

Experten sollten Gutachten der insgesamt 15 MPU-Träger - darunter TÜV und Dekra - verstärkt stichprobenartig auf unzulässige Methoden und Fragestellungen überprüfen. Außerdem will Ramsauer im Internet ein Beschwerdeportal freischalten lassen. Autofahrer sollten dort gegen ihrer Meinung nach willkürliche Ergebnisse vorgehen können. 2011 wurden insgesamt 99 265 MPU-Tests durchgeführt. Mehr als jeder zweite bezog sich auf Alkohol-Auffälligkeit, jeder fünfte auf Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit. Eine MPU kostet dem Bericht zufolge im Schnitt 750 Euro.