Ramelow: Gedenkfeier zu Buchenwald-Befreiung wird nachgeholt

Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, hält eine Rede. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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10. April 2020 - 20:10 Uhr

Kurz vor dem 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald hat Ministerpräsident Bodo Ramelow betont, dass die geplante Gedenkveranstaltung dazu nachgeholt werde. Die Feier solle stattfinden, sobald die Gefahr der Corona-Pandemie gebannt sei, kündigte der Linken-Politiker in einer Mitteilung der Staatskanzlei am Freitag an.

"Das Andenken an die Verfolgten aus ganz Europa und die Würdigung ihres Leidens und Sterbens ist und bleibt zentraler Auftrag des Landes Thüringen", so Ramelow. "Wir bleiben den Menschen verbunden, denen Buchenwald und Mittelbau-Dora zum furchtbaren Schicksal wurde."

Eigentlich war in diesem Jahr in Thüringen eine große Gedenkveranstaltung mit Zeitzeugen aus aller Welt geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese vor allem auch zum Schutz der sehr alten Überlebenden abgesagt.

Ein Eilantrag gegen das Verbot hatte am Freitag keinen Erfolg. Das Thüringer Oberlandesgericht bestätigte das von der Erfurter Landesregierung erlassene Versammlungsverbot, das dem Gesundheitsschutz diene. Der Beschluss ist nicht mehr anfechtbar.

Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora kündigte für Samstag bereits unter anderem eine Möglichkeit zum digitalen Gedenken an.

Das KZ Buchenwald bei Weimar wurde am 11. April 1945 befreit. 56.000 Menschen waren bis dahin im Lager getötet worden oder starben an Krankheit und Entkräftung.

Quelle: DPA