Ramadan: Viele fastende Schüler haben Probleme im Schulalltag

17. Mai 2018 - 16:27 Uhr

Eltern fordern mehr Rücksicht auf fastende Schüler

Nichts essen, nichts trinken und keinen Sex – das gilt aktuell für alle gläubigen Muslime. Denn seit Mittwoch ist Ramadan. Das bedeutet: Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Viele muslimische Schüler nehmen das so ernst, dass es zu Problemen im Schulalltag führt.

Prüfungen und Ausflüge wegen Ramadan verschieben?

Während des Ramadan dürfen fastende Muslime den kompletten Tag nichts zu sich nehmen – und das 30 Tage lang. Kein Wunder, dass die Konzentration bei den fehlenden Nährstoffen schlapp macht. Der Körper arbeitet regelrecht auf Sparflamme. Deshalb sollten muslimische Kinder erst ab der Pubertät fasten.

Außerdem gibt es beim Fasten auch Ausnahmen, zum Beispiel bei großer Belastung. Das gilt auch für Schüler. "Wenn man beispielsweise Kinder in seiner Grundschule hat, die fasten, dann muss man das Gespräch mit den Eltern suchen", rät Islam-Experte Eren Güvercin. "Man muss deutlich machen, dass es für die Konzentration der Kinder nicht nützlich ist und auch von der Religion nicht gewünscht ist."

Viele muslimische Schüler fasten jedoch trotzdem streng und haben während des Ramadans mit Konzentrationsschwäche und Schlappheit zu kämpfen. Eltern fordern deshalb, dass Prüfungen und Ausflüge in der Schule auf die Zeit nach dem Ramadan verschoben werden. Was der Präsident des Deutschen Lehrerverbands zu dieser Forderung sagt und mit welchen Problemen fastende Muslime in der Schule zu kämpfen haben, erfahren Sie im Video.