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Ramadan 2015: Muslime und Nicht-Muslime loben Annäherung

Ramadan 2015: Muslime und Nicht-Muslime loben Annäherung

Essen und Trinken nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang
Sobald die Sonne untergeht, beginnt das allabendlichen Fastenbrechen.
REUTERS, ALI HASHISHO

Essen und Trinken nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang

Zum ausklingenden Fastenmonat Ramadan haben sich Muslime und Nicht-Muslime in Deutschland positiv über eine Annäherung geäußert. Erfreulich viele Bürger auch ohne muslimischen Hintergrund hätten am allabendlichen Fastenbrechen (Iftar) in den Moscheegemeinden teilgenommen, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek.

Er wertete es als starkes Zeichen, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende Juni zu einem solchen Iftar-Empfang in Berlin gekommen war und dabei gesagt hatte, der Islam gehöre "unzweifelhaft zu Deutschland". Im Ramadan - in diesem Jahr vom 18. Juni bis 16. Juli - sollen Muslime Verzicht üben und nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang Essen und Trinken. Viele Moscheegemeinden engagierten sich für Flüchtlinge und arme Nachbarn, sagte der Islamexperte der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Dietmar Molthagen. Ihre Einladungen zum Iftar-Essen hätten mit zur Annäherung beigetragen.

In diesem Jahr seien auch viele prominentere Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kirchen solchen Einladungen gefolgt. Trotz wachsender Akzeptanz gebe es aber eine deutlich wahrnehmbare Minderheit, die islamfeindlich eingestellt sei.