"Hemmersbach Rhino Force" macht Jagd auf Nashornjäger

Diese Gruppe will Wilderern in Afrika das Handwerk legen

27. Januar 2019 - 18:27 Uhr

Nürnberger Unternehmer sagt Wilderern den Kampf an

Sie töten aus Spaß und für den Profit: Wilderer haben in den letzten zehn Jahren über 8.000 Nashörner in Afrika umgebracht und die Art an den Rand des Aussterbens gebracht. Doch der Nürnberger Unternehmer Ralph Koczwara hat den brutalen Methoden der Wilderer den Kampf angesagt. Zusammen mit seiner "Hemmersbach Rhino Force" versucht er, ihnen das Handwerk zu legen. RTL-Afrika-Korrespondentin Nicole Macheroux-Denault war vor Ort und hat die Arbeit der Gruppe begleitet – dass die Männer dabei nicht immer ganz legal vorgehen, zeigt unser Video.

Vor allem in Asien boomt der Handel mit den Hörnern

Trotzdem ist die Arbeit der Rhino Force wichtig – denn ohne sie sind die Nashörner den Wilderern ausgeliefert. Die Wilderer schlachten die Tiere gnadenlos ab, um ihnen die Hörner abzuschneiden. Das Material gilt in Asien nämlich als traditionelles Heilmittel. Erst im Oktober 2018 erlaubte China außerdem wieder den Handel mit Tigerknochen und Nashorn-Hörnern, weswegen der Handel weiter boomt.

Ralph Koczwara hat auch ein Herz für Elefanten

Die Rhino Force ist nicht Ralph Koczwaras einziges Projekt. Auch die Elefanten Afrikas, auf die ebenfalls massiv Jagd gemacht wird, hat er in sein Herz geschlossen. In einem privaten Reservat, das er finanziert, werden die Tiere beschützt, können aber trotzdem wie in freier Wildbahn leben. Ralph Koczalla will dem sinnlosen Töten der grauen Riesen nicht länger zuschauen und scheut daher keine Kosten und Mühen, um so viele von ihnen wie möglich zu retten.