Teil der Familie nach Amerika ausgewandert

Ralph Biden aus Großbritannien entdeckt: "Ich bin ein Cousin des US-Präsidenten"

20. Januar 2021 - 22:52 Uhr

Ralph Biden wusste lange nicht, dass er mit Joe Biden verwandt ist

Ralph Biden ist 74 Jahre alt und ein ziemlich durchschnittlicher britischer Rentner. Sein Hobby ist es, Modellfiguren zu sammeln und zu bemalen. Er sagt selbst, er sei ein bisschen besessen davon. Doch seit ein paar Monaten hat der Senior noch eine andere Leidenschaft: Er verfolgt gebannt, was sein Cousin, der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, so macht. Dass die beiden verwandt sind, hatte Ralph sich aufgrund seines Nachnamens schon länger gedacht. Gewissheit hatte er bis vor Kurzem aber nicht. RTL-Reporterin Katharina Delling hat Ralph Biden in seinem Haus in der Nähe von London getroffen – der Besuch im Video.

Ein Reporter brachte Ralph Biden auf die Spur des bekannten Verwandten

"Ich habe immer nur Witze gemacht, ich habe gesagt: Ihr müsst vorsichtig sein, ich bin vielleicht bald der Cousin eines Präsidenten", erzählt Ralph Biden im RTL-Interview. Dann habe er herausgefunden, dass er tatsächlich Joe Bidens Cousin vierten Grades ist. "Ich konnte dann den Familiennamen zurückverfolgen zu Familienmitgliedern aus Hampshire, die damals nach Amerika ausgewandert sind und dadurch wurden die Familienstränge geteilt. Mein Ur-Ur-Ur-Großvater war verwandt mit Joe Bidens Ur-Ur-Großvater und das waren dann die zwei Seiten der Familie", erzählt Ralph.

Erfahren hat er das von einem Reporter der britischen Zeitung "The Times". Der stand eines Morgens plötzlich vor Ralphs Tür im kleinen Örtchen, südwestlich von London. "Es war eine große Überraschung", erzählt der Biden-Cousin. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass jemand um halb acht Uhr morgens an meine Tür klopfen würde, ich war noch im Halbschlaf und dachte: Was ist hier denn los?!"

Dokumentation über Joe Biden bei TVNOW

"Wer ist Joe Biden?" – Diese Dokumentation können Sie hier bei TVNOW anschauen.

Ralph hat Joe Biden noch nie persönlich getroffen

Ralph selbst war noch nie in Amerika, würde aber natürlich hinfliegen, sollte Joe Biden ihn einladen. Auch, wenn er seinen Cousin noch nie getroffen oder mit ihm gesprochen hat, ist er stolz auf ihn: "Ich glaube, Joe Biden wird einen guten Job machen." Um den beneidet Ralph seinen bekannten Verwandten allerdings nicht. "Er hat ein sehr geteiltes Land zu vereinen, es herrscht da ja fast schon Bürgerkrieg, nur dass sie die Seiten nicht definiert bekommen", sagt Ralph Biden.

Er wünscht Cousin Joe viel Glück und wird von England aus weiterhin verfolgen, was der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika so treibt. Und wer weiß, vielleicht schaut der bei seinem nächsten Großbritannien-Besuch ja mal bei seiner Verwandtschaft vorbei.