Keine Lust auf Corona-Hotspot USA

Tennis-Legende Rafael Nadal sagt US Open ab

September 8, 2019, Flushing Meadows, New York, United States of America: Rafael Nadal attends a press conference, PK, P
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05. August 2020 - 11:48 Uhr

US-Open 2020: Viele Kritiker des Turniers

Paukenschlag im Tennis: Der 19-malige Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal nimmt nicht an den US Open teil. Damit folgt der Spanier Spielern wie Nick Kyrgios und der Nummer eins der Damen Ashleigh Barty, die ebenfalls nicht beim drittgrößten Turnier des Jahres dabei sind. Der Grund für die Absagen sind offensichtlich: Die Corona-Pandemie.

US-Open-Absage: Nadal folgt seinem Herzen

Mit beinahe fünf Millionen bestätigten Infektionen sind die USA das am härtesten von Corona getroffene Land weltweit. Da vergeht selbst einem kerngesunden Hochleistungssportler die Lust auf einen Reise in das Land. "Das ist eine Entscheidung, die ich nie treffen wollte, aber ich werde meinem Herzen folgen. Momentan möchte ich lieber nicht reisen." erklärte Nadal auf seinem Twitter-Account.

Nachdem es bereits nach den Absagen von anderen Spielern Diskussionen um die Sinnhaftigkeit des Turniers gab, wird die Entscheidung von Nadal – immerhin der zweiterfolgreichsten Spieler der Tennisgeschichte – noch einmal eine Debatte entfachen.

Auch Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev hatte die Pläne, das Turnier ab dem 31. August auszutragen, als "ein bisschen verrückt" kritisiert – seine Teilnahme aber bislang nicht abgesagt.

Nadal: Spielplan "barbarisch"

"Die weltweite Situation ist sehr kompliziert, die COVID-19-Fallzahlen steigen, es sieht aus, als hätten wir noch immer keine Kontrolle", zeigt sich der Weltranglistenzweite nachdenklich. Besonders der neue Turnierkalender stößt Nadal auf. Der straffe Zeitplan sei "nach vier Monaten ohne Spiel barbarisch".

Sollten die US Open tatsächlich stattfinden, erwartet die Tennis-Fans ein komplettes Novum. Weil Roger Federer verletzungsbedingt nicht am Turnier teilnehmen kann, findet erstmals seit 1999 ein Grand Slam ohne den Schweizer und seinen Konkurrenten Nadal statt statt. Mit den "Altstars" aus dem Weg könnte das immerhin die Chance für junge Spieler sein, mehr Zeit im Rampenlicht zu bekommen – und sich womöglich den Titel zu sichern.