Der verzweifelte Kampf der Helfer

Rätselhaftes Delfinsterben an der afrikanischen Westküste

30. September 2019 - 16:01 Uhr

Einige Delfine konnten gerettet werden

Es ist ein Anblick des Grauens: Rund 200 Breitschnabel-Delfine treiben im Wasser an einem Strand der kapverdischen Insel Boa Vista an der afrikanischen Westküste. Einheimische und Touristen versuchen verzweifelt, die Tiere zurück ins Meer zu ziehen, um sie zu retten. Doch vergeblich. Die Delfine schwimmen immer wieder ans Ufer, verenden qualvoll im Sand. Lediglich ein paar Tiere überleben.

Aber wie konnte es dazu kommen? Die Gattung der Breitschnabel-Delfine hält sich generell nur in tiefen Gewässern auf. Deshalb stehen Meeresbiologen vor einem Rätsel. Auszuschließen ist nicht, dass eine Krankheit das Massensterben ausgelöst haben könnte. Ursache könnten aber auch die Gezeiten sein. Forscher sind auf dem Weg auf die Kapverden, um den Fall zu untersuchen.

Den verzweifelten Kampf der Helfer sehen Sie im Video.

Immer wieder rätselhafte Tiersterben

Immer wieder gibt es Meldungen über rätselhafte Tiermassensterben. Erst letztes Jahr kamen rund 100 Delfine in Florida ums Leben. Bislang wird vermutet, dass die Tiere aufgrund hoher Konzentrationen der "Red Tide" - einer Algenblüte, die sich durch Giftstoffe bildet - zugrunde gingen.

Im Februar fand man tausende tote Vögel, genauer gesagt Trottellummen, an der niederländischen Nordseeküste. Was genau das rätselhafte Massensterben ausgelöst hat, ist unklar. Nach ersten Untersuchungen hatten die Vögel schwere Magen- und Darmschäden. Die Forscher machten keine genauen Angaben zur Zahl der betroffenen Vögel. Niederländische Medien berichteten, dass 20.000 Trottellummen gestorben seien.