Im Schnellkochtopf vergammelt

Nach 3,5 Jahren auf dem Balkon: So sieht #SchrödingersHühnersuppe heute aus

Die Hühnersuppe von Debora Antmann kam gut verpackt bei Fissler an.
© Facebook, Fissler

21. Juli 2020 - 9:05 Uhr

Ekelsuppe belustigt Twitter

Viele fieberten mit, was sich wohl im fest verschlossenen Schnellkochtopf entwickelt hat. Twitter-Userin Debora Antmann alias DontDegradeDebs hatte die von ihrer Schwester mitgebrachte Hühnersuppe auf den Balkon verbannt – und 3,5 Jahre nicht mehr angerührt. Sie fragte auf Twitter, ob sie sich wohl selbst trauen solle, den Druckkochtopf aufzumachen. Oder könnte das womöglich sogar gefährlich sein? Neben vielen witzigen Vorschlägen aus der Twitter-Community meldete sich schließlich auch der Hersteller des Topfs, Fissler. Debora schickte ihnen #SchrödingersHühnersuppe gut verpackt ins Labor. Und nun lüftete Fissler endlich das Geheimnis, was sich im Topf inzwischen befindet.

So sieht die Suppe aus

Schrödingers Hühnersuppe
Dieses Bild teilte Kochtopfhersteller Fissler von der vergammelten Hühnersuppe.
© Facebook, Fissler

"Gestatten? #Schrödingers Hühnersuppe", schreibt Fissler auf Facebook zum ersten Bild des Inhalts von Deboras so lange vernachlässigter Suppe. Der Hashtag hatte sich bereits auf Twitter für das Unbekannte im Kochtopf etabliert – angelehnt an das Paradoxon rund um "Schrödingers Katze": Wenn man eine Katze in einem Karton mit einem instabilen Atomkern sich selbst überlässt, ist sie – solange man nicht nachguckt – gleichzeitig tot UND lebendig. Bevor der Suppentopf geöffnet wurde, war der Inhalt diesem Scherz nach gleichzeitig noch genießbar und … naja … ziemlich abartig.

Aber was ist denn nun tatsächlich im Topf?

„Prädikat: ungenießbar“

Leider fällt die so lange erwartete Auflösung ziemlich unterwältigend aus. "Mit einem spektakulären Video können wir, entgegen eurer Erwartungen, nicht dienen, da die Öffnung des Fissler Schnellkochtopfs absolut harmlos war. Er ließ sich auch nach drei Jahren auf dem Balkon problemlos öffnen", schreibt Hersteller Fissler auf Facebook.

"Doch wie sieht's mit der Hühnersuppe aus? Wir haben nachgesehen und fassen zusammen:

  • sie wird äußerst geruchsintensiv
  • sie hat den Aggregatzustand flüssig beibehalten
  • Prädikat: ungenießbar"

Abschließend verspricht Fissler, das Topf samt Inhalt fachgerecht entsorgt würden.

Debora ist sich sicher: Die neu entstandene Lebensform im Topf hat Fissler übernommen

Kein Video, keine lustige Social-Media- oder Marketing-AKtion? Für Debora mindestens genauso enttäuschend wie für die vielen Menschen, die das Schicksal von #SchrödingersHühnersuppe die letzten Wochen verfolgt haben.

"Ich habe Fissler einen Topf MIT AUGEN und nem eigenen # und jeder Menge öffentlichem Interesse übergeben", schreibt Debora auf Twitter und zählt auf, was man alles hätte machen können – von Livestreams der Fahrt oder Öffnung bis hin zu Infotainment über Kochtöpfe.

"Dass Fissler sich dazu entschieden hat #SchrödingersHühnersuppe SO zuende zuführen, lässt für mich 2 mögliche Schlüsse zu:

  1. Entweder hat Fissler das schlechteste Social Media Team der Welt (was für viele von Euch plausibel klingen mag) oder
  2. Fissler hat das einzig Vernünftige getan und sich dazu entschlossen die Bewohner*innen von #SchrödingersHühnersuppe nicht dem anstehenden Medienrummel auszusetzen und ihnen stattdessen ein schönes ruhiges Zuhause im Hauptsitz eingerichtet.

Ich möchte an 2. glauben und das respektieren. Also wünsche ich #SchrödingersHühnersuppe alles Gute. Treib es nicht zu wild in Idar-Oberstein!"