Üble Szene bei der Flandern-Rundfahrt

Rad-Weltmeister stürzt nach Zusammenstoß mit Motorrad

Julian Alaphilippe liegt mit Schmerzen auf dem Asphalt
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18. Oktober 2020 - 17:51 Uhr

Knochenbrüche bei Julian Alaphilippe

Schockmoment bei der Flandern-Rundfahrt: Weltmeister Julian Alaphilippe prallt gegen ein Begleit-Motorrad, stürzt und überschlägt sich. 

Ungebremst ins Motorrad gefahren

Julian Alaphilippe lag vor Schmerzen schreiend auf dem Asphalt, neben ihm parkte das Motorrad, gegen das Frankreichs Radsport-Superstar in voller Fahrt geprallt war: Der Fluch der schlimmen Stürze seit dem Restart erwischte bei der Flandern-Rundfahrt nun auch das Regenbogentrikot und überschattete den Triumph von Mathieu van der Poel - der Niederländer gewann 34 Jahre nach seinem Vater Adrie die legendäre "Ronde".

Der 28-jährige Alaphilippe war mit van der Poel und Van Aert dem Feld davongefahren, als er rund 35 km vor dem Ziel in Oudenaarde die Hand ans Funkgerät nahm und zur Seite blickte. In diesem Moment bremste das Begleitmotorrad vor ihm ab, Alaphilippe prallte ungebremst dagegen.

Alaphilippe mit Glück im Unglück

Nach bangen Momenten konnte sich der Franzose wieder aufsetzen. Letztlich hatte Alaphilippe Glück im Unglück: Wie sein Team anderthalb Stunden nach Rennende mitteilte, ergaben Untersuchungen im Krankenhaus lediglich Brüche an Alaphilippes rechter Hand, er wird am Montag operiert. "Seine Saison ist damit gelaufen", gab die Equipe bekannt.

Für das Quick-Step-Team war es bereits der dritte schlimme Unglücksfall seit dem Restart der Saison Anfang August. Bei der Polen-Rundfahrt hatte sich der Niederländer Fabio Jakobsen lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen, bei der Lombardei-Rundfahrt war der Belgier Remco Evenepoel von einer Brücke gestürzt und hatte einen Beckenbruch erlitten.

RTL.de/sid