Radioaktivität im Atomlager Asse deutlich gestiegen

14. Februar 2016 - 10:08 Uhr

Im maroden Atommülllager Asse in Niedersachsen ist die Radioaktivität deutlich gestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat in einem alten Bohrloch, das der frühere Asse-Betreiber Helmholz-Zentrum München 2008 eingerichtet hatte, eine Konzentration des radioaktiven Stoffes Cäsium von 240 000 Becquerel pro Liter (Bq/l) gemessen. Der in 750 Meter Tiefe festgestellte Wert liege 24 Mal über der erlaubten Freigrenze, sagte ein BfS-Sprecher.

Das sei der bislang höchste Wert von Cäsium 137 in einer Lösungsprobe, der in dem unterirdischen Salzstock nach dem Ende der Einlagerung im Jahr 1978 gemessen wurde. Der Grund der höheren Werte sei unbekannt. Das BfS habe sichergestellt, dass niemand mit der verstrahlten Lösung direkt in Kontakt kommt und das keine Kontamination nach außen geschleppt werden kann.