Vorsicht beim Selbsttest!

Rachen- oder Nasenabstrich? Diese Fehler führen zu falschen Corona-Test-Ergebnissen

Kann man beim Selbsttest etwas falsch machen? Ja - und das kann mitunter zu einem falschen Ergebnis führen.
Kann man beim Selbsttest etwas falsch machen? Ja - und das kann mitunter zu einem falschen Ergebnis führen.
© deutsche presse agentur

13. Januar 2022 - 17:28 Uhr

Schnell mal eben einen Antigen-Test gemacht, und plötzlich zeigen sich zwei Striche! Wie Dr. Nathan Hudson-Peacock aus London erklärt, führen drei bestimmte Fehler häufig zu einem verfälschten Testergebnis. Laut einer Studie aus Südafrika macht es zudem einen Unterschied, ob man den Abstrich in Rachen oder Nase macht – zumindest bei Omikron.

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Rachen- oder Nasenabstrich: Studie zeigt positive Tendenz

Je nach Selbsttest fordern manche Anleitungen einen Abstrich aus der Nase, andere aus dem Rachen. Eine neue und bislang noch nicht bewertete Studie des National Health Laboratory Service (NHLS) aus Südafrika legt jetzt nahe, dass ein Rachenabstrich die Omikron-Variante mit höherer Wahrscheinlichkeit nachweisen kann. Demnach sei die Viruslast im Speichel höher und dadurch fallen die Tests zuverlässiger positiv aus.

Vorbereitung ist alles

Auch wenn Schnelltests für zu Hause bereits seit einiger Zeit zu unserem Alltag dazugehören und wir unfreiwllig quasi "Profis" geworden sind, es gibt ein paar Dinge zu beachten. Denn, auch beim Selbsttest gelten die gleichen Regeln wie bei einer Teststation: 30 Minuten vorher nicht trinken, nicht essen und kein Nasenspray benutzen, dafür aber Hände gründlich waschen und die Nase schnäuzen. Je nach Kohlensäuregehalt der Getränke vorab, kann der Test fälschlicherweise positiv sein, betont Dr. Hudson-Peacock dem Magazin "Metro" gegenüber.

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Anleitung bitte richtig lesen

Dr. Nathan Hudson-Peacock posiert mit Schutzbrille und Mundschutz.
Dr. Nathan Hudson-Peacock arbeitet in einem Londoner Krankenhaus und warnt jetzt vor der falschen Anwendung von Corona-Schnelltests.
© Quelle: Instagram/ expedition_doctor

Wie wichtig das korrekte Lesen der Anleitung ist, zeigt die Tatsache, dass Testende immer wieder an den falschen Stellen den Abstrich entnehmen. Die meisten Testkits sind sogenannte Laterale-Sets, was bedeutet, sie benötigen einen Abstrich nur in der Nase. Da zu Beginn der Pandemie aber auch viele Rachen-Testkits im Umlauf waren, verwechseln einige Nutzer diese bis heute.

Ein fataler Fehler, so Dr. Hudson-Peacock, denn Rachenproben auf einem Nasenprobentest können häufig positive Ergebnisse anzeigen. Würde der Test jedoch korrekt durchgeführt werden, spricht mit einem Abstrich aus der Nase, wäre das Ergebnis negativ.

Ergebnisse richtig deuten

Jede noch so schwache Linie ist eine Linie und bedeutet: Achtung! Dafür möchte Dr. Hudson-Peacock sensibilisieren. Taucht innerhalb von 30 Minuten nach dem Test bei dem Anzeigefenster ein zweiter Strich auf, zeigt er an, dass das Ergebnis positiv ist. Auch wenn es sich dabei nur um einen ganz hellen und kaum sichtbaren Strich handelt. Ein zweiter Test ist sinnvoll und eine Selbstisolation erst einmal ratsam, bis Sicherheit herrscht. (gas/lra)

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