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Rachemord-Prozess in Osnabrück: Mann soll seine Ex-Freundin mit mindestens 22 Messerstichen ermordet haben

Sie waren nur wenige Monate ein Paar

Wurde aus Liebe Hass? Mann soll seine Ex-Freundin mit mindestens 22 Messerstichen ermordet haben

Mann soll Ex-Freundin brutal erstochen haben Mordprozess in Osnabrück
00:38 min
Mordprozess in Osnabrück
Mann soll Ex-Freundin brutal erstochen haben

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Sie wollten sogar heiraten

Darda K. und seine Ex-Freundin haben sich für kurze Zeit geliebt und gemeinsame Pläne geschmiedet. Doch dann kam erst Streit, dann schließlich die Trennung und nur einen Monat später, Anfang Dezember 2019, soll Darda K. seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung in Osnabrück brutal erstochen haben. Der 28-Jährige steht nun vor dem Landgericht Osnabrück. Was dieser Tat vorangegangen sein soll, sehen Sie im Video.

Erst bedroht, dann zugestochen

ARCHIV - 11.12.2019, Niedersachsen, Osnabrück: Blick auf den Eingang vom Landgericht. Weil er aus Rache seine Ex-Frau im Dezember 2019 erstochen haben soll, muss sich ein 28-Jähriger vom 11.05.2020 an vor dem Osnabrücker Landgericht verantworten. Fot
Landgericht Osnabrück
frg axs jol, dpa, Friso Gentsch

Das Opfer packt am 6. Dezember in ihrem Schlafzimmer in Osnabrück-Dodesheide ihre Sachen- sie will mit ihren beiden Kindern aus einer früheren Beziehung in ein Frauenhaus ziehen. Offenbar hatte sie Angst vor ihrem Ex-Partner. Darda K., soll sie am Tag zuvor bereits mit einem Messer bedroht haben. Als sie ihre Sachen packt, soll ihr Ex-Freund ihr aufgelauert haben.

Mit der Absicht, die Frau zu töten, soll er dann mindestens 22 Mal auf sie eingestochen haben, davon geht die Staatsanwaltschaft laut Anklageschrift aus. Das Opfer soll nicht damit gerechnet haben, dass ihr Ex-Freund in die Wohnung kommt, die Tat wird deshalb von der Staatsanwaltschaft als heimtückisch bewertet. Darda K. wird noch in der Wohnung festgenommen, das Opfer stirbt am selben Tag im Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Motiv: Rache

Der Tat sollen laut Anklageschrift Streit und Unterstellungen vorangegangen sein. Darda K. soll schon während beide noch ein Paar waren behauptet haben, seine Freundin habe mehrere Beziehungen. Außerdem soll er verlangt haben, dass die Kinder des späteren Opfers zu der Mutter ihres verstorbenen Ehemanns ziehen. Auch nachdem sich die Frau im November von Darda K. trennt, soll es weiter Streitigkeiten gegeben haben und der Angeklagte soll mehrfach ohne Erlaubnis in die Wohnung seiner Ex-Freundin gekommen sein.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück geht davon aus, dass der Mann seine Ex-Freundin aus Rache für das Ende der Beziehung getötet hat und klagt ihn wegen Mordes an. Beim Prozessauftakt äußert sich der Angeklagte noch nicht zu der Tat.