Rach im "Der Heidjer": Macht eine Rettungsaktion überhaupt noch Sinn?

21. Januar 2013 - 14:20 Uhr

Rachs vernichtendes Urteil: "Ne frittierte Wurst, ist 'ne Scheiß-Wurst!"

Auf Christian Rach wartet ein echter Härtefall. Das Imbiss-Lokal von Mechthild steht praktisch vor dem Aus: Tiefkühlessen, schlechte Organisation und noch dazu Schulden. "Sie sind abgesoffen", so Rach zu der verzweifelten Imbiss-Betreiberin. Macht eine Rettungsaktion noch Sinn oder nicht. Das versucht Rach, der Restauranttester, herauszufinden.

Ausgebrannt und am Ende

Christian Rach ist zwischen Wolfsburg und Braunschweig, in der Gemeinde Wesendorf, unterwegs, wo Mechthild Müller mit ihrem Imbiss-Lokal "Der Heidjer" ums Überleben kämpft. Mechthild hat den Imbiss vor 26 Jahren eröffnet. Seit neun Jahren geht's nach einigen Schicksalsschlägen und dem Ausbleiben der Gäste bergab. Mechthild ist am Ende ihrer Kräfte und hat sich Rachs Hilfe herbeigesehnt. Als der Restauranttester erscheint, fließen prompt Tränen. "Ich hätte nicht geglaubt, dass Sie kommen", gibt die Lokalbesitzerin schluchzend zu.

Christian Rach erkennt die Probleme schnell: Der Imbiss wirkt altmodisch und schlecht organisiert. Das Essen kommt komplett aus der Tiefkühltruhe. Nachdem er eine Currywurst geordert hat, steht fest: "Hier isst das Auge nicht mit! Ich habe Hunger, aber wenn ich mich hier dran satt esse, krieg' ich Pickel." Rach geht in die Küche und hakt nach, wie die Wurst zubereitet wurde. "In der Fritteuse", gibt Mechthild kleinlaut zu. Das vernichtende Urteil folgt: "'Ne frittierte Wurst, ist eine Scheiß-Wurst auf Deutsch gesagt." So kann es mit der Küche nicht weiter gehen.

Doch das größte Problem ist die finanzielle Schieflage. Mechthild hat jede Menge Schulden und Mietrückstände. Ihr droht die Kündigung und somit die Zerstörung ihres bisherigen Lebens. Christian Rach spricht daraufhin Klartext: "Sie sind ausgebrannt, körperlich bis übers Limit hinaus, der Dispo ist ausgereizt und Sie sind überschuldet. Sie sind abgesoffen!" Es stellt sich schnell heraus, dass die Lage im "Heidjer" mehr als aussichtslos ist.