Quasselstrippe oder Besserwisser: Das sind die sechs häufigsten Beifahrer-Typen

25. November 2017 - 16:27 Uhr

"Brems' doch mal ein bisschen sanfter!"

Wir alle wissen: Beifahrer ist nicht gleich Beifahrer. Während der eine schon eingeschlafen ist, kaum dass man die heimische Garage verlassen hat, fängt der andere bereits an der ersten Ampel an zu nörgeln. Verkehrspsychologen unterscheiden zwischen diversen Beifahrer-Typen. Und als hätten wir es nicht geahnt: Nicht alle sind gleichermaßen beliebt.

Beifahrer - Nervensäge oder Hilfe im Auto?

Beifahrer ist nicht gleich Beifahrer!
Beifahrer ist nicht gleich Beifahrer!
© iStockphoto

Eines vorweg: Der Beifahrer ist kein unnützes Beiwerk. Denn 90 Prozent aller Autofahrer erwarten laut einer Studie Hilfe von den Chauffierten, sei es bei der Parkplatzsuche oder bei der Navigation zum Zielort. Von einem kann man die schon mal nicht erwarten, denn er glänzt lediglich mit physischer Anwesenheit.

Der Schläfer
Das Positive ist: Er meckert nicht, sondern schnarcht höchstens. Aber eine Hilfe ist er nicht. Das Problem: Ist der Fahrer oder die Fahrerin selbst müde, reicht er keinen Kaffee und sorgt auch nicht für eine erfrischende Konversation. Der 'ADAC'  rät in diesem Fall, es doch einfach als Vertrauensbeweis zu sehen. Hätte der Schläfer Angst, wäre er wach. Und das führt auch schon zum nächsten Typ.

Der Angsthase
Egal ob seichte Beschleunigungen, Bremsmanöver oder Überholen in Baustellen: Ihn versetzt alles in Panik. "Das ist kein Karussell, das ist ein Kreisverkehr", rutscht es diesem Beifahrer-Typ schon mal heraus. Um Streit zu vermeiden, hilft laut 'ADAC' nur Rücksicht nehmen und nach der Ursache der Ängste fragen. Anstrengender wird es da schon mit ihm.

Der Besserwisser
Er hält jeden Autofahrer grundsätzlich für unfähig. Wenn er nicht selbst am Steuer sitzt, nervt er mit fortwährenden Belehrungen. "Das mit dem Reißverschluss hast du auch noch nicht verstanden", sind typische Sätze, die man von ihm hört. Er gilt laut Verkehrspsychologen übrigens als weit verbreiteter Beifahrer-Typ. Der 'ADAC' rät: Verbitten Sie sich jede Einmischung! Diskutieren ist meist sinnlos. Klare Ansagen braucht auch er:

Der Drängler
Er hat es immer eilig und lässt es den Fahrer auch deutlich wissen. Tempolimits sind für ihn dazu da, überschritten zu werden. Gelbe Ampeln sind ein Befehl zum Gas geben. Hier hilft nur: Ruhig bleiben und seinem eigenen Fahrstil treu bleiben. Denn auch der drängelnde Beifahrer möchte sicher ankommen. Über Sicherheit macht er sich wenig Gedanken.

Der Alleinunterhalter
Auch Quasselstrippe genannt. Bei ihm ist alles möglich. Von stundenlangen Monologen über spontane Gesangseinlagen und Yogaübungen auf dem Armaturenbrett wurde schon alles überliefert. Er will dem Fahrer zeigen, wie toll er ist und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Wird er nicht beachtet, weil sich der Fahrer konzentrieren muss (oder schlicht genervt ist), reagiert er enttäuscht. Tipp vom 'ADAC': bevor Sie deutlich werden, versuchen Sie doch mal, das Plappermäulchen abzulenken. Ein Hörbuch, laute Musik oder ein Kreuzworträtsel könnten Abhilfe verschaffen. Ähnliches gilt für:

Die Kinder
Sie sind oft überzeugt, dass ihre Eltern ihnen im Auto genauso bedingungslos zu Diensten stehen müssen wie zu Hause. "Wann sind wir da?", Mama, ich habe Durst", "Papa, ich habe Hunger" - der Fantasie möglicher Wünsche sind keine Grenzen gesetzt. Hier hilft nur eine gute Vorbereitung, sagt der 'ADAC'. Dazu gehören vor allem Spiele, Bücher und regelmäßige Pausen.