Aus „Wut und Eifersucht“

Frau erschießt Ex-Freund: Lebenslange Haft

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14. August 2019 - 12:25 Uhr

Urteil in Saarbrücken: Angeklagte hatte Mord gestanden

Mit vier Schüssen hat eine Masseurin im Februar ihren Ex-Freund ermordet. Dafür hat das Landgericht Saarbrücken die 58-Jährige zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Prozess hatte die Frau die Tat gestanden. "Wut und Eifersucht" waren ihre Motive, erklärte ihr Anwalt Marius Müller. Als der 46-Jährige am Abend des 7. Februars seine Praxis für Krankengymnastik in Püttloingen abschloss, erschoss die Ex-Freundin ihn. Ohne dass ein konkreter Anlass für die Tat habe festgestellt werden können, habe sie das "arg- und wehrlose Opfer erschossen, sagte der Vorsitzende Richter. Damit sei das Mordmerkmal der Heimtücke gegeben.

Bilder vom Tatort im Video

2012 hatte sich das Paar nach 16 Jahren Beziehung getrennt, weil der Mann eine Beziehung mit einer neuen Frau einging. Mit ihr hatte er zwei Kinder, die zur Tatzeit fünf Jahre beziehungsweise drei Monate alt waren.

Laut Anwalt Müller hatte die Angeklagte von ihrem letzten Wort im Prozess Gebrauch gemacht und sich "ziemlich tränenreich und authentisch" bei den Nebenklägern und Hinterbliebenen entschuldigt. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten in ihren Plädoyers dafür lebenslange Haft wegen Mordes beantragt.