Vierbeiner hatte den Ball geklaut

Skrupelloser Golfer erschießt kleinen Hund

Salil Z. bei der Festnahme durch die Polizei
Salil Z. bei der Festnahme durch die Polizei
© Policía de Puerto Rico

11. Mai 2021 - 19:52 Uhr

Mitten auf dem Golfplatz erschossen

Auf einem Golfplatz in Puerto Rico ist ein amerikanischer Golfer ausgerastet und hat einen kleinen Hund erschossen. Der Mann rechtfertigte sich anschließend und sprach von Selbstverteidigung, doch Zeugen belasteten ihn. Salil Z. wurde von der örtlichen Polizei festgenommen und muss vor Gericht, wie die Ermittler auf Facebook mitteilten.

Hund hatte zuvor Golfball geklaut

Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge hat der New Yorker Salil Z. auf dem Golfplatz im Wyndham Grand Rio Mar Resort in der nördlichen Küstenstadt Rio Grande direkt auf den Hund gezielt. Der Kleine hatte zuvor laut Zeugenaussagen am 17. Loch den Ball von Salil Z. geklaut. Das hat den Golfer offenbar so erzürnt, dass er mit seiner Pistole den jungen Hund erschoss. Die Polizei führte den 59-Jährigen kurz darauf ab.

Auf ihrer Facebook-Seite postete die Polizei ein Foto der Festnahme. Kommissar Antonio Lopez Figueroa lobte seine Beamten: "Sie waren heute die Stimme der Gerechtigkeit eines Hundes, den ein Skrupelloser gnadenlos und in klarer Missachtung des Lebens getötet hat."

Täter spricht von Notwehr

US-Medien berichten unter Berufung auf Zeugenaussagen, der Golfer habe mehrere Schüsse abgegeben. Danach spielte er demnach noch gelassen das 18. Loch, bevor er verhaftet wurde. Der "Daily News" gegenüber sprach Salil Z.von Notwehr. Und damit das Tier nicht nach seinem ersten Schuss leidend sterben musste, habe er noch einen zweiten Schuss abgegeben. "Aus Barmherzigkeit", wie Z. behauptet.

Doch Staatsanwalt Gabriel Redondo schilderte die Situation auf dem Golfplatz anders. Basierend auf Zeugenaussagen erklärte er lokalen Medien, der Hund sei noch ein Welpe gewesen, der sich den Ball geschnappt und davon gerannt sei. Das habe Z. so wütend gemacht, dass er die Waffe zog und zweimal schoss.

Mittlerweile wurde Salil Z. wieder auf Kaution entlassen. Seine Ausweispapiere hat die Polizei allerdings einbehalten. Am 19. Mai soll die Gerichtsverhandlung starten. Der Geschäftsmann wird sich unter anderem wegen besonders schwerer Tierquälerei verantworten müssen.

LGR

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