Auch nach 22 Uhr

Ministerium will EM-Rudelgucken zur späten Stunde erlauben

World Cup 2014 - Public Viewing Freiburg
World Cup 2014 - Public Viewing Freiburg
© dpa, Patrick Seeger

16. Januar 2020 - 9:23 Uhr

Fußball-Spaß jenseits der 55 Dezibel

Bei der Fußball-Europameisterschaft im Sommer (12. Juni bis 12. Juli) stehen die Chancen gut, dass bis in den späten Abend Public Viewing erlaubt ist. Dafür soll wieder die Lärmschutzregelung gelockert werden.

Im Einzelfall entscheiden die Kommunen

Das Bundesumweltministerium hat wie vor anderen großen Turnieren in den vergangenen Jahren eine Lockerung der Lärmschutzregeln auf den Weg gebracht. Die EM-Übertragungen im Freien via Großleinwände können dadurch auch nach 22.00 Uhr erlaubt werden.

Aber: Im Einzelfall haben die Kommunen das Sagen. Über die Verordnung müssen die Bundesländer im Bundesrat zustimmen.

Bei der EM starten einige Spiele um 21 Uhr, das heißt auch mit Verlängerung und Elferschießen sollten die Partien vor 24 Uhr zu Ende sein. Normalerweise ist nach 22 Uhr nur Lärm in Höhe von 55 Dezibel erlaubt. Bei Public-Viewing-Veranstaltungen wird dieser Wert aber meist überschritten. Seit der Heim-WM 2006 gilt bei Europa- und Weltmeisterschaften eine Ausnahmeregelung. Das habe sich bisher bewährt, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums.