23. April 2019 - 14:34 Uhr

Vier junge Männer vor Gericht

Sie zogen pöbelnd durch Amberg (Oberpfalz), griffen wahllos Passanten an und verletzt dabei 15 Menschen: Vier junge Männer aus Afghanisten und dem Iran müssen sich wegen dieser Prügel-Tour nun vor Gericht verantworten. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung und zum Teil auch Beleidigung vorgeworfen. 

Angeklagte gestehen und bedauern

Im Prozess um die Prügelattacke von vier Flüchtlingen auf Passanten im bayrischen Amberg haben sich Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf Strafmaße geeinigt. Im Gegenzug dazu sollten die Angeklagten ein Geständnis ablegen. Die vier jungen Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren ließen ihre Anwälte daraufhin am Dienstag vor dem Amtsgericht Amberg Erklärungen verlesen, in denen sie die Taten jeweils zugaben und bedauerten.

Ende Dezember hatten die jungen Männer der Anklage nach in der oberpfälzischen Stadt wahllos 21 Menschen angegriffen, von denen 15 verletzt wurden. 

ARCHIV - 02.01.2019, Bayern, Amberg: Die Innenstadt von Amberg. Vier junge Asylbewerber haben in Amberg in der Oberpfalz wahllos Passanten geschlagen und damit eine Debatte über Gewalt von Flüchtlingen ausgelöst. Foto: Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfu
Die Amberger Innenstadt. Hier zogen die vier Männer Ende Dezember durch die Straßen.
© dpa, Armin Weigel, awe cvi msf sja

Strafmaße bislang noch nicht bekannt

Die Strafen sollen bei zwei Angeklagten im Bereich von mehreren Monaten liegen, möglicherweise zur Bewährung ausgesetzt. Genauere Informationen zu den Strafmaßen gibt es nicht. Für einen Angeklagten geht es um eine Strafe von ein bis anderthalb Jahren, dem Vierten droht eine Strafe von mindestens zwei Jahren oder mehr. Letztere könnte nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden.

Die Übergriffe hatten bundesweit eine Debatte über konsequentere Abschiebungen von ausländischen Straftätern ausgelöst.