Prozessbeginn im größten iranischen Bankenskandal

14. Februar 2016 - 9:14 Uhr

Im Iran hat nach Medienberichten der Prozess im größten Banken-Skandal des Landes begonnen, in den auch die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad verwickelt sein soll. Gerichtsakten zufolge gehe es um gefälschte Dokumente, die von der Investmentfirma Amir Mansour Arya zur Sicherung von Krediten im Gesamtvolumen von 2,6 Milliarden Dollar genutzt wurden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. Mit dem Geld seien staatliche Firmen im Zuge der Privatisierungspläne der Regierung gekauft worden. Insgesamt sollen sieben Banken verwickelt sein.

Hauptangeklagter sei der Manager Mah Afarin Amir Chosrawi, dem die Todesstrafe drohe. Die Amir Mansour Investment Company besitzt im Iran nach eigenen Angaben rund 20 Firmen mit 20.000 Mitarbeitern. Die Regierung hatte im September deren Firmenvermögen im Volumen von mehr als vier Milliarden Dollar unter ihre Kontrolle gestellt.