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Prozessauftakt: Vater verlor Familie bei Auffahrunfall auf der A6

Prozessauftakt: Vater verlor Familie bei Auffahrunfall auf der A6

Marius V. muss sich im Prozess wegen fahrlässiger Tötung verantworten

Prozess nach Horrorcrash: Im Juni 2015 kamen zwei Frauen bei einem Auffahrunfall auf der A6 ums Leben. Über zwei Jahre später startet nun der Prozess gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher Marius V., der sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten muss. Ein schwacher Trost für Michael Schaden, der beim Horrorcrash seine 18-jährige Tochter und seine Ex-Frau verlor.

Michael Schaden trauert nach dem Unfall auf der Autobahn 6 um seine Tochter und seine Ex-Frau

Dieser Tag sollte das Leben von Michael Schaden für immer verändern: Seine 18-jährige Tochter Alina ist gemeinsam mit ihrer Stiefmutter auf der Autobahn 6 unterwegs. Ihr Wagen bildet das Ende eines Staus, als plötzlich ein 90 km/h schneller Lkw ungebremst in den Opel Corsa rast. Das Auto wird mit voller Kraft in einen davor stehenden Kleinlaster gedrückt. Innerhalb von Sekunden wird der Wagen auf etwa ein Drittel der ursprünglichen Größe gestaucht – die beiden Insassinnen sind sofort tot.

Bilder, die sich immer wieder vor den Augen des verzweifelten Vaters und Ex-Partners der beiden Opfer abspielen und schmerzliche Erinnerungen wecken. "Ich sehe sie noch, wie sie eine Woche vorher bei mir wegfährt", erinnert sich Michael Schaden an die letzte Begegnung mit seiner Tochter. Wie der Lkw auf gerader Strecke in den Pkw rasen konnte, ist bisher unklar – bis zum Prozess hatte der Sattelzugfahrer Marius V. zu dem Vorfall geschwiegen.

Vor Gericht sagte er jetzt aus, weder durch Essen noch durch ein Handy oder den Einfluss von Alkohol abgelenkt worden zu sein. Zwar habe er noch versucht, auszuweichen, ein Crash sei jedoch unvermeidlich gewesen. Welche Strafe sich Michael Schaden für den 38-jährigen Rumänen erhofft, sehen Sie im Video.