RTL News>News>

Prozessauftakt: U-Bahn-Schubser von Berlin bedauert seine Tat

Drama am U-Bahnhof Kottbusser Tor 2019

Prozessauftakt: U-Bahn-Schubser von Berlin bedauert seine Tat

30.10.2019, Berlin: Eine U-Bahn der Linie 8 fährt in den Bahnhof Kottbusser Tor ein. (Bewegungsunschärfe durch längere Belichtungszeit). Das Opfer eines Streits mit tödlichen Folgen an U-Bahnhof Kottbusser Tor ist laut Staatsanwaltschaft ein 30 Jahre
Mann in Berlin bei Streit vor U-Bahn gestoßen
christoph soeder axs, dpa, Christoph Soeder

Prozessauftakt gegen U-Bahn-Schubser

Im Oktober letzten Jahres stieß ein Mann einen 30-Jährigen am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg auf die Gleise. Das Opfer wurde von der einrollenden Bahn erfasst und starb . Jetzt hat am Landgericht Berlin der Prozess wegen Mordes gegen den Angeklagten begonnen.

Angeklagter bedauert die Tat

Der 27-Jährige erklärte am Freitag vor Gericht, er habe keine vollständige Erinnerung an die Tat und könne nicht fassen, dass er „einen so schweren Fehler begangen habe“. Er habe den Mann nicht töten wollen und bedauere alles zutiefst. Er glaube nicht, die einfahrende Bahn wahrgenommen zu haben, teilte seine Verteidigung mit.

Anklage lautet Mord

Die Ermittlungen in dem Fall ergaben, dass es zwischen dem Angeklagten und dem Opfer am 29. Oktober 2019 zu einem Streit um ein Drogengeschäft kam. Dabei soll der Angeklagte den 30-jährigen Iraner „bewusst von hinten und mit voller Wucht“ in das Gleisbett gestoßen haben, heißt es in der Anklage. Da laut Staatsanwaltschaft die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt wurde, lautet die Anklage Mord. Das Opfer starb noch an der Unfallstelle. Der Prozess soll am 29. April weiter gehen.