Prozessauftakt: Sohn enthauptet Mutter mit Fleischermesser

Weil er seine Mutter mit einem Fleischermesser enthauptet hat, steht ein schizophrener Mann in Göttingen vor Gericht.
Weil er seine Mutter mit einem Fleischermesser enthauptet hat, steht ein schizophrener Mann in Göttingen vor Gericht.
© dpa, Swen Pförtner

18. Mai 2015 - 20:11 Uhr

Angeklagter leidet unter Schizophrenie

Mit einem Fleischermesser soll ein junger Mann aus Göttingen seine Mutter tödlich verletzt und der sterbenden Frau den Kopf abgeschnitten haben. Vor dem Landgericht Göttingen läuft der Prozess gegen den psychisch kranken 28-Jährigen. Nach Verlesung der Anklage wegen Totschlags schloss das Schwurgericht die Öffentlichkeit auf Antrag von Verteidigung und Nebenklage von der weiteren Hauptverhandlung aus.

Der Vorsitzende Richter Ralf Günther begründete dies zum einen damit, dass der zur Tatzeit vermutlich schuldunfähige Angeklagte in der Psychiatrie untergebracht werden soll. Zum anderen würden schutzwürdige Interessen der Familie berührt. Der Ehemann der Getöteten und Vater des Angeklagten tritt als Nebenkläger auf. Der 28-Jährige soll am 18. November 2014 in der gemeinsamen Wohnung in Göttingen mehrfach auf seine 48 Jahre alte Mutter eingestochen und ihr anschließend den Kopf abgetrennt haben.

Für die Tat hat er laut Anklage ein Fleischermesser mit einer mehr als 20 Zentimeter langen Klinge benutzt. Damit soll er die Mutter sechsmal in den Oberkörper gestochen haben. Ein Stich traf den Herzbeutel. Der Angeklagte leidet einem vorläufigen Gutachten zufolge an Schizophrenie. Er will sich nach Angaben seines Verteidigers zwar zu seinen persönlichen Verhältnissen, nicht aber zu den Tatvorwürfen äußern. Die Staatsanwaltschaft strebt eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie an.