Prozessauftakt in Bochum: Mann soll Stieftochter erwürgt haben, um Ehefrau zu bestrafen

Der  54-jährige muss sich vor dem Bochumer Schwurgericht verantworten.
© dpa, Uli Deck, ud kno kat jol bwe

05. Oktober 2016 - 14:53 Uhr

Auch seine Ehefrau wollte er offenbar umbringen

In Bochum beginnt der Prozess gegen einen 54-Jährigen. Der Angeklagte wird beschuldigt im April seine 21-Jährige Stieftochter ermordet zu haben – offenbar um seine angeblich dominante Ehefrau zu bestrafen. Der Mann soll die 21-Jährige geschlagen und anschließend in ihrem Bett erwürgt haben.

Das Bochumer Schwurgericht muss nun klären, ob der Mann wegen Mordes hinter Gitter muss. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte seine Frau bestrafen wollte, weil sie ihn unter anderem wegen seiner Arbeitslosigkeit schlecht behandelt habe.
Nachdem er die 21-Jährige getötet hatte, wollte der 54-Jährige offenbar auch noch seine Ehefrau umbringen. Doch der Versuch sie zu töten misslang. Dem Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung wegen Mordes und Mordversuchs eine lebenslange Haftstrafe.